Mosaico decorativo

1. [Von David.] Errege dich nicht über die Bösen, / wegen der Übeltäter ereifere dich nicht!

1. Psalmus David, in rememorationem de sabbato.

2. Denn sie verwelken schnell wie das Gras, / wie grünes Kraut verdorren sie.

2. Domine, ne in furore tuo arguas me, neque in ira tua corripias me:

3. Vertrau auf den Herrn und tu das Gute, / bleib wohnen im Land und bewahre Treue!

3. quoniam sagittæ tuæ infixæ sunt mihi, et confirmasti super me manum tuam.

4. Freu dich innig am Herrn! / Dann gibt er dir, was dein Herz begehrt.

4. Non est sanitas in carne mea, a facie iræ tuæ ; non est pax ossibus meis, a facie peccatorum meorum:

5. Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; / er wird es fügen.

5. quoniam iniquitates meæ supergressæ sunt caput meum, et sicut onus grave gravatæ sunt super me.

6. Er bringt deine Gerechtigkeit heraus wie das Licht / und dein Recht so hell wie den Mittag.

6. Putruerunt et corruptæ sunt cicatrices meæ, a facie insipientiæ meæ.

7. Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn! / Erhitze dich nicht über den Mann, dem alles gelingt, / den Mann, der auf Ränke sinnt.

7. Miser factus sum et curvatus sum usque in finem ; tota die contristatus ingrediebar.

8. Steh ab vom Zorn und lass den Grimm; / erhitze dich nicht, es führt nur zu Bösem.

8. Quoniam lumbi mei impleti sunt illusionibus, et non est sanitas in carne mea.

9. Denn die Bösen werden ausgetilgt; / die aber auf den Herrn hoffen, werden das Land besitzen.

9. Afflictus sum, et humiliatus sum nimis ; rugiebam a gemitu cordis mei.

10. Eine Weile noch und der Frevler ist nicht mehr da; / schaust du nach seiner Wohnung - sie ist nicht mehr zu finden.

10. Domine, ante te omne desiderium meum, et gemitus meus a te non est absconditus.

11. Doch die Armen werden das Land bekommen, / sie werden Glück in Fülle genießen.

11. Cor meum conturbatum est ; dereliquit me virtus mea, et lumen oculorum meorum, et ipsum non est mecum.

12. Der Frevler sinnt auf Ränke gegen den Gerechten / und knirscht gegen ihn mit den Zähnen.

12. Amici mei et proximi mei adversum me appropinquaverunt, et steterunt ; et qui juxta me erant, de longe steterunt: et vim faciebant qui quærebant animam meam.

13. Der Herr verlacht ihn, / denn er sieht, dass sein Tag kommt.

13. Et qui inquirebant mala mihi, locuti sunt vanitates, et dolos tota die meditabantur.

14. Die Frevler zücken das Schwert / und spannen ihren Bogen; sie wollen den Schwachen und Armen fällen / und alle hinschlachten, die den rechten Weg gehn.

14. Ego autem, tamquam surdus, non audiebam ; et sicut mutus non aperiens os suum.

15. Ihr Schwert dringe in ihr eigenes Herz / und ihre Bogen sollen zerbrechen.

15. Et factus sum sicut homo non audiens, et non habens in ore suo redargutiones.

16. Besser das wenige, das der Gerechte besitzt, / als der Überfluss vieler Frevler.

16. Quoniam in te, Domine, speravi ; tu exaudies me, Domine Deus meus.

17. Denn die Arme der Frevler werden zerschmettert, / doch die Gerechten stützt der Herr.

17. Quia dixi: Nequando supergaudeant mihi inimici mei ; et dum commoventur pedes mei, super me magna locuti sunt.

18. Der Herr kennt die Tage der Bewährten, / ihr Erbe hat ewig Bestand.

18. Quoniam ego in flagella paratus sum, et dolor meus in conspectu meo semper.

19. In bösen Zeiten werden sie nicht zuschanden, / sie werden satt in den Tagen des Hungers.

19. Quoniam iniquitatem meam annuntiabo, et cogitabo pro peccato meo.

20. Doch die Frevler gehen zugrunde, / die Feinde des Herrn sind wie die Pracht der Auen: / Sie schwinden dahin, wie Rauch schwinden sie hin.

20. Inimici autem mei vivunt, et confirmati sunt super me: et multiplicati sunt qui oderunt me inique.

21. Der Frevler muss borgen und kann nicht bezahlen, / doch freigebig schenkt der Gerechte.

21. Qui retribuunt mala pro bonis detrahebant mihi, quoniam sequebar bonitatem.

22. Denn wen der Herr segnet, der wird das Land besitzen, / aber wen er verflucht, der wird ausgetilgt.

22. Ne derelinquas me, Domine Deus meus ; ne discesseris a me.

23. Der Herr festigt die Schritte des Mannes, / er hat Gefallen an seinem Weg.

23. Intende in adjutorium meum, Domine Deus salutis meæ.

24. Auch wenn er strauchelt, stürzt er nicht hin; / denn der Herr hält ihn fest an der Hand.

24.

25. Einst war ich jung, nun bin ich alt, / nie sah ich einen Gerechten verlassen / noch seine Kinder betteln um Brot.

25.

26. Allzeit ist er mildtätig, gern leiht er aus, / seine Kinder werden zum Segen.

26.

27. Meide das Böse und tu das Gute, / so bleibst du wohnen für immer.

27.

28. Denn der Herr liebt das Recht / und verlässt seine Frommen nicht. Doch das Geschlecht der Frevler wird ausgetilgt, / sie werden für immer vernichtet.

28.

29. Die Gerechten werden das Land besitzen / und darin wohnen für alle Zeiten.

29.

30. Der Mund des Gerechten bewegt Worte der Weisheit / und seine Zunge redet, was recht ist.

30.

31. Er hat die Weisung seines Gottes im Herzen, / seine Schritte wanken nicht.

31.

32. Der Frevler belauert den Gerechten / und sucht ihn zu töten.

32.

33. Der Herr überlässt ihn nicht seiner Hand, / lässt nicht zu, dass man ihn vor Gericht verurteilt.

33.

34. Hoffe auf den Herrn / und bleib auf seinem Weg! Er wird dich erhöhen zum Erben des Landes; / du wirst sehen, wie der Frevler vernichtet wird.

34.

35. Ich sah einen Frevler, bereit zu Gewalttat; / er reckte sich hoch wie eine grünende Zeder.

35.

36. Wieder ging ich vorüber und er war nicht mehr da; / ich suchte ihn, doch er war nicht zu finden.

36.

37. Achte auf den Frommen und schau auf den Redlichen! / Denn Zukunft hat der Mann des Friedens.

37.

38. Die Sünder aber werden alle zusammen vernichtet; / die Zukunft der Frevler ist Untergang.

38.

39. Die Rettung der Gerechten kommt vom Herrn, / er ist ihre Zuflucht in Zeiten der Not.

39.

40. Der Herr hilft ihnen und rettet sie, / er rettet sie vor den Frevlern; er schenkt ihnen Heil, / denn sie suchen Zuflucht bei ihm.

40.



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