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Herr, sieh doch und schau: / Wem hast du solches getan? Dürfen Frauen ihre Leibesfrucht essen, / ihre sorgsam gehegten Kinder? Darf man erschlagen im Heiligtum des Herrn / Priester und Propheten? (Die Klagelieder 2, 20)
Wie zum Festtag hast du gerufen, / die Schrecken ringsum. Am Zorntag des Herrn gab es keinen, / der entkam und entrann. Die ich hegte und großzog, / mein Feind hat sie vernichtet. (Die Klagelieder 2, 22)
umbaute und umschloss mich / mit Gift und Erschöpfung. (Die Klagelieder 3, 5)
Er hat mich ummauert, ich kann nicht entrinnen. Er hat mich in schwere Fesseln gelegt. (Die Klagelieder 3, 7)
Wenn ich auch schrie und flehte, / er blieb stumm bei meinem Gebet. (Die Klagelieder 3, 8)
Mein Anteil ist der Herr, sagt meine Seele, / darum harre ich auf ihn. (Die Klagelieder 3, 24)
Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie / und kehren wir um zum Herrn. (Die Klagelieder 3, 40)
Des Säuglings Zunge klebt / an seinem Gaumen vor Durst. Kinder betteln um Brot; / keiner bricht es ihnen. (Die Klagelieder 4, 4)
Schwärzer als Ruß sehen sie aus, / man erkennt sie nicht auf den Straßen. Die Haut schrumpft ihnen am Leib, / trocken wie Holz ist sie geworden. (Die Klagelieder 4, 8)
Als wir uns noch die Augen nach Hilfe ausschauten, / war es umsonst. Auf unserer Warte spähten wir nach einem Volk, / das dann doch keine Hilfe brachte. (Die Klagelieder 4, 17)
Nach Ägypten streckten wir die Hand, / nach Assur, um uns mit Brot zu sättigen. (Die Klagelieder 5, 6)
Darum ist krank unser Herz, / darum sind trüb unsere Augen (Die Klagelieder 5, 17)