1. In finem. Psalmus David.
2. Eripe me, Domine, ab homine malo ; a viro iniquo eripe me.
3. Qui cogitaverunt iniquitates in corde, tota die constituebant prælia.
4. Acuerunt linguas suas sicut serpentis ; venenum aspidum sub labiis eorum.
5. Custodi me, Domine, de manu peccatoris, et ab hominibus iniquis eripe me. Qui cogitaverunt supplantare gressus meos:
6. absconderunt superbi laqueum mihi. Et funes extenderunt in laqueum ; juxta iter, scandalum posuerunt mihi.
7. Dixi Domino: Deus meus es tu ; exaudi, Domine, vocem deprecationis meæ.
8. Domine, Domine, virtus salutis meæ, obumbrasti super caput meum in die belli.
9. Ne tradas me, Domine, a desiderio meo peccatori: cogitaverunt contra me ; ne derelinquas me, ne forte exaltentur.
10. Caput circuitus eorum: labor labiorum ipsorum operiet eos.
11. Cadent super eos carbones ; in ignem dejicies eos: in miseriis non subsistent.
12. Vir linguosus non dirigetur in terra ; virum injustum mala capient in interitu.
13. Cognovi quia faciet Dominus judicium inopis, et vindictam pauperum.
14. Verumtamen justi confitebuntur nomini tuo, et habitabunt recti cum vultu tuo.
Fußnoten:
139:1-4 - Dieser Psalm preist Gottes Allwissenheit, die jeden menschlichen Gedanken und jede menschliche Handlung kennt, bevor sie überhaupt geschieht. Dies offenbart einen Gott, der in jedes Detail des Lebens tief und innig involviert ist (siehe auch Jeremia 1,5 und Matthäus 6,8).
139:7-10 - Der Psalmist denkt über Gottes Allgegenwart nach. Es gibt keinen Ort im Himmel, auf Erden oder in der Tiefe, wo sich jemand vor seiner Gegenwart verstecken kann. Diese Wahrheit spendet Trost und Sicherheit (siehe auch Jeremia 23,23-24 und Römer 8,38-39).
139:13-16 - Der Psalmist erkennt an, dass Gott ihn im Mutterleib geformt hat, und lobt Gott für die Komplexität und das Wunder der menschlichen Schöpfung. Dies unterstreicht den Wert des Lebens von der Empfängnis an (siehe auch Hiob 10:8-12 und Epheser 2:10).
139:17-18 - Gottes Gedanken sind für den Psalmisten kostbar und unergründlich. Er erkennt die Unermesslichkeit von Gottes Wissen und Weisheit, die jenseits des menschlichen Fassungsvermögens liegt (siehe auch Jesaja 55:8-9 und Römer 11:33-34).
139:23-24 - Der Psalmist schließt mit der Bitte an Gott, sein Herz zu erforschen und ihn auf den ewigen Weg zu führen. Er erkennt die Notwendigkeit innerer Reinigung und der Orientierung am Willen Gottes (siehe auch Psalm 51,10 und Philipper 1,9-10).
Verse im Zusammenhang mit Liber Psalmorum, 139:
Psalm 139 feiert Gottes inniges Wissen über uns. Wie gut kennt Gott uns? Dieser tiefgründige Psalm erkundet die göttliche Allwissenheit, Allgegenwart und Allmacht. Der Text besagt, dass Gott jeden Gedanken, jedes Wort und jede Tat kennt und überall gegenwärtig ist. Themen wie das Wunder der Schöpfung, die Unfähigkeit, Gott zu entkommen, und der Wunsch nach Reinheit stehen im Vordergrund. Psalm 139 lädt zur Selbstreflexion und Ehrfurcht ein. Untersuchen Sie mit uns fünf Passagen, die das in diesem faszinierenden Psalm dargelegte Konzept des göttlichen Wissens erweitern.
Jeremia 23:24: "Kann sich jemand an geheimen Orten verstecken, damit ich ihn nicht sehen kann? Bin ich nicht derjenige, der die Himmel und die Erde erfüllt, fragt der Herr?" - Dieser Vers spiegelt das Thema der Allgegenwart Gottes wider, das in Psalm 139:7-12 zum Ausdruck kommt.
Hiob 10:8: "Deine Hände haben mich gemacht und geformt; Willst du dich jetzt gegen mich wenden, um mich zu zerstören?" - Diese Passage bezieht sich auf Psalm 139:13-16, in dem es darum geht, dass Gott den Psalmisten im Mutterleib formt.
Römer 8:38-39: "Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Dämonen, weder Gegenwart noch Zukunft, noch irgendwelche Mächte, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendetwas anderes in der Schöpfung uns von der Liebe Gottes trennen kann, die in uns ist Christus Jesus, unser Herr." - Dieser Vers spiegelt das Gefühl von Psalm 139:7-12 wider, in dem es um die Unmöglichkeit geht, der Gegenwart Gottes zu entkommen.
Amos 4:13: "Er, der die Berge formt, den Wind erschafft und dem Menschen seine Gedanken offenbart, er, der die Morgendämmerung in Dunkelheit verwandelt und die Höhen der Erde betritt: Der Herr, der Gott der Heerscharen, ist sein Name." - Diese Passage spiegelt das Thema von Gottes Wissen und Macht wider, das in Psalm 139 zum Ausdruck kommt.
Matthäus 10:30: "Und selbst die Haare auf deinem Kopf sind alle nummeriert." - Dieser Vers bezieht sich auf Psalm 139:1-4, in dem es um Gottes intime Kenntnis jedes einzelnen Menschen geht.
FAQ:
Was bedeutet „Du erforschest mich und kennst mich“ in Psalm 139?
Es bedeutet, dass Gott jeden Menschen tief und intim kennt und seine Gedanken, Taten und Absichten kennt. (Psalm 139:1)
Wie beschreibt Psalm 139 die Allgegenwart Gottes?
Psalm 139 beschreibt, wie Gott überall gegenwärtig ist. Es gibt keinen Ort, an dem man seiner Gegenwart entkommen kann, denn er ist immer bei seinen Kindern. (Psalm 139:7-10)
Was lehrt uns Psalm 139 über den Sinn unseres Lebens?
Psalm 139 offenbart, dass Gott uns zu einem bestimmten Zweck geschaffen hat. Er kennt unsere Tage, bevor wir überhaupt existieren, und führt uns durchs Leben. (Psalm 139:13-16)
Was bedeutet „Ihr habt mich von hinten und von vorn eingeengt“?
Es bedeutet, dass Gott uns in jeder Hinsicht beschützt, uns leitet und uns vor allen Gefahren beschützt, wie eine Schutzmauer in unserem Leben. (Psalm 139:5)
Wie spricht Psalm 139 über Gottes Gedanken für uns?
Psalm 139 sagt uns, dass Gottes Gedanken uns gegenüber kostbar und zahllos sind und seine göttliche Fürsorge und seine Pläne für unser Leben widerspiegeln. (Psalm 139:17-18)