Fußnoten:
22:1-2 - Der Psalm beginnt mit einem verzweifelten Schrei, der Angst und Verlassenheit ausdrückt. Diese Einleitung betont die Menschlichkeit der Trauer und die Notwendigkeit, unsere Gefühle Gott gegenüber auszudrücken (siehe auch Matthäus 27:46 und Psalm 69:1-2).
22:3-5 - Der Psalmist bekräftigt das Vertrauen in Gott, selbst inmitten des Leidens. Dies zeigt, dass Glaube und Schmerz nebeneinander bestehen können und dass Gebet eine angemessene Antwort auf Angst ist (siehe auch Psalm 34:18 und 1. Petrus 5:7).
22:6-8 - Der Psalmist wird verachtet und verspottet, ähnlich wie Jesus es erlebte. Die Identifikation der Gerechten mit dem Leiden ist ein zentrales Thema und spiegelt Gottes Solidarität mit der Menschheit wider (siehe auch Jesaja 53:3 und Lukas 23:35).
22:9-11 - Die Erinnerung daran, dass Gott der Schöpfer ist, der dem Psalmisten das Leben schenkte, schenkt inmitten der Verzweiflung Hoffnung. Diese persönliche Beziehung zu Gott ist entscheidend für den Glauben und die geistige Wiederherstellung (siehe auch Psalm 139:13-14 und Jeremia 1:5).
22:22-24 - Der Schluss des Psalms drückt Hoffnung und Anbetung aus. Der Psalmist verspricht, Gott in der Gemeinde zu preisen und zeigt damit, dass Anbetung eine Antwort auf göttliche Erlösung und Glauben ist (siehe auch Psalm 30,11-12 und Hebräer 2,12).
Verse im Zusammenhang mit Salmos, 22:
Psalm 22 prophezeit das Leiden des Messias. Wie wird aus dieser Klage Lob? Der Text beginnt mit einem Schmerzensschrei, der das Leid des verlassenen Gerechten anschaulich beschreibt, und gipfelt dann in einer Vertrauens- und Anbetungserklärung. Dieser messianische Psalm nimmt Einzelheiten der Kreuzigung Jesu und seines anschließenden Sieges vorweg. Psalm 22 behandelt Themen wie erlösendes Leiden und Gottes Treue. Analysieren Sie mit uns fünf Bibelstellen, die mit den Prophezeiungen dieses tiefgründigen Psalms in Zusammenhang stehen.
Matthäus 27:46: "Gegen drei Uhr nachmittags rief Jesus mit lauter Stimme: „Eli, Eli, lama sabachthani?“ was bedeutet: „Mein Gott!“ Mein Gott! Warum hast du mich verlassen?'" - Jesus zitiert direkt den Anfang von Psalm 22 am Kreuz und verbindet sein Leiden mit der Klage dieses Psalms.
Johannes 19:24: "Sie sagten zueinander: „Wir werden die Tunika nicht zerreißen.“ Lasst uns das Los ziehen, um zu sehen, wer am Ende dabei ist.“ Damit erfüllte sich die Schriftstelle, die besagt: „Sie teilten meine Kleider unter sich und warfen das Los um meine Kleider.“ Das haben die Soldaten getan." - Dieser Vers zitiert Psalm 22:18 und sieht seine Erfüllung in der Kreuzigung Jesu.
Hebräer 2:12: "Er sagt: „Ich werde deinen Namen meinen Brüdern verkünden; in der Gemeinde werde ich dich loben‘." - Der Autor des Hebräerbriefs zitiert Psalm 22:22 und wendet ihn auf Jesus an.
1. Petrus 1:11: "Sie wollten wissen, wann und auf welche Zeit der Geist Christi, der in ihnen war, hinwies, als er ihnen die Leiden Christi und die darauf folgenden Herrlichkeiten vorhersagte." - Dieser Vers spiegelt das Thema von Psalm 22 wider, den Übergang vom Leiden zur Herrlichkeit.
Offenbarung 11:15: "Der siebte Engel blies seine Posaune, und es erklangen laute Stimmen im Himmel, die sagten: „Das Reich der Welt ist das Reich unseres Herrn und seines Christus geworden, und er wird für immer und ewig regieren.“" - Dieser Vers spiegelt das letzte Thema von Psalm 22 wider, in dem vom universellen Reich Gottes die Rede ist.
FAQ:
Wie beginnt Psalm 22 und welchen Ton hat er?
Psalm 22 beginnt mit einem Schrei der Verlassenheit, in dem sich der Psalmist von Gott entfernt fühlt, gleichzeitig aber sein Vertrauen in sein Eingreifen ausdrückt. (Psalm 22:1-2)
Was verlangt der Psalmist in Psalm 22?
Der Psalmist bittet Gott um Hilfe, schreit in seinem Leid und seiner Bedrängnis um Hilfe und erinnert sich daran, wie Gott ihn in der Vergangenheit immer erhört hat. (Psalm 22,11-21)
Wie deutet Psalm 22 die Kreuzigung Christi an?
Psalm 22 enthält Bilder, die die Kreuzigung Christi vorwegnehmen, wie etwa die Verachtung, die körperlichen Schmerzen und den Spott, denen Jesus ausgesetzt war. (Psalm 22:14-18)
Was können wir über Leiden und Vertrauen in Gott lernen?
Psalm 22 lehrt uns, dass wir selbst im Leid auf Gott vertrauen können, da wir wissen, dass er Gebete erhört und ein höheres Ziel verfolgt. (Psalm 22:24-31)
Welche Hoffnung wird am Ende von Psalm 22 zum Ausdruck gebracht?
Schließlich drückt Psalm 22 die Hoffnung auf Gottes Sieg aus, mit der Zusicherung, dass er herrschen wird und dass alle Menschen seine Souveränität anerkennen werden. (Psalm 22:27-31)