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Weh, wie glanzlos ist das Gold, / gedunkelt das köstliche Feingold, hingeschüttet die heiligen Steine / an den Ecken aller Straßen. (Die Klagelieder 4, 1)
Die edlen Kinder Zions, / einst aufgewogen mit reinem Gold, weh, wie Krüge aus Ton sind sie geachtet, / wie Werk von Töpferhand. (Die Klagelieder 4, 2)
Besser die vom Schwert Getöteten / als die vom Hunger Getöteten; sie sind verschmachtet, / vom Missertrag der Felder getroffen. (Die Klagelieder 4, 9)
Randvoll gemacht hat der Herr seinen Grimm, / ausgegossen seinen glühenden Zorn. Er entfachte in Zion ein Feuer, / das bis auf den Grund alles verzehrte. (Die Klagelieder 4, 11)
Kein König eines Landes, kein Mensch auf der Erde / hätte jemals geglaubt, dass ein Bedränger und Feind / durchschritte die Tore Jerusalems. (Die Klagelieder 4, 12)
Wegen der Sünden ihrer Propheten, / wegen der Verfehlung ihrer Priester, die in ihrer Mitte vergossen haben / das Blut von Gerechten, (Die Klagelieder 4, 13)
Als wir uns noch die Augen nach Hilfe ausschauten, / war es umsonst. Auf unserer Warte spähten wir nach einem Volk, / das dann doch keine Hilfe brachte. (Die Klagelieder 4, 17)
Unsere Haut glüht wie ein Ofen / von den Gluten des Hungers. (Die Klagelieder 5, 10)
Fürsten wurden von Feindeshand gehängt, / den Ältesten nahm man die Ehre. (Die Klagelieder 5, 12)
Die Alten blieben fern vom Tor, / die Jungen vom Saitenspiel. (Die Klagelieder 5, 14)
über den Zionsberg, der verwüstet liegt; / Füchse laufen dort umher. (Die Klagelieder 5, 18)
Oder hast du uns denn ganz verworfen, / zürnst du uns über alle Maßen? (Die Klagelieder 5, 22)