Kompletter Leseplan
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Am 219. Tag denken wir über Hoffnung und Wiederherstellung nach. Jesaja 59-60 verkündet Gottes Erlösung und Licht für sein Volk. Hesekiel 19 beklagt Zerstörung und Exil und erinnert uns an die Schwere der Sünde. Sprüche 13,9-12 lehrt, dass Hoffnung und Wachstum durch Lernen und Geduld entstehen und lehrt uns Vertrauen in Gottes Treue.
1. Seht her, die Hand des Herrn ist nicht zu kurz, / um zu helfen, sein Ohr ist nicht schwerhörig, / sodass er nicht hört.
2. Nein, was zwischen euch und eurem Gott steht, / das sind eure Vergehen; eure Sünden verdecken sein Gesicht, / sodass er euch nicht hört.
3. Denn eure Hände sind mit Blut befleckt, / eure Finger mit Unrecht. Eure Lippen lügen, / eure Zunge flüstert (Worte voll) Bosheit.
4. Keiner bringt gerechte Klagen vor, / keiner hält ehrlich Gericht. Man stützt sich auf Nichtigkeiten / und stellt haltlose Behauptungen auf; man geht schwanger mit Unheil / und bringt Verderben zur Welt.
5. Schlangeneier brüten sie aus / und weben Spinnengewebe. Wer von ihren Eiern isst, muss sterben; / zerdrückt man eines, kriecht eine Natter heraus.
6. Die Fäden, die sie spinnen, taugen nicht zu Gewändern, / man kann sich nicht bekleiden mit dem, was sie erzeugen. Ihre Taten sind Taten des Unheils, / Gewalttat ist in ihren Händen.
7. Sie laufen dem Bösen nach, / schnell sind sie dabei, / unschuldiges Blut zu vergießen. Ihre Gedanken sind Gedanken des Unheils, / Scherben und Verderben sind auf ihren Straßen.
8. Den Weg des Friedens kennen sie nicht, / auf ihren Spuren gibt es kein Recht. Sie gehen krumme Pfade; / keiner, der ihnen folgt, lernt den Frieden kennen.
9. Darum bleibt das Recht von uns fern, / die Gerechtigkeit erreicht uns nicht. Wir hoffen auf Licht, / doch es bleibt finster; wir hoffen auf den Anbruch des Tages, / doch wir gehen im Dunkeln.
10. Wir tasten uns wie Blinde an der Wand entlang / und tappen dahin, als hätten wir keine Augen. Wir stolpern am Mittag, als wäre schon Dämmerung, / wir leben im Finstern wie die Toten.
11. Wir brummen alle wie Bären / und gurren wie Tauben. Wir hoffen auf unser Recht, doch es kommt nicht, / und auf die Rettung, doch sie bleibt uns fern.
12. Denn unsere Frevel gegen dich sind zahlreich, / unsere Sünden klagen uns an. Wir sind uns unserer Vergehen bewusst, / wir kennen unsere Schuld:
13. Untreue und Verleugnung des Herrn, / Abkehr von unserem Gott. Wir reden von Gewalttat und Aufruhr, / wir haben Lügen im Herzen und sprechen sie aus.
14. So weicht das Recht zurück, / die Gerechtigkeit bleibt in der Ferne. Die Redlichkeit kommt auf dem Marktplatz zu Fall, / die Rechtschaffenheit findet nirgendwo Einlass.
15. Jede Redlichkeit wird vermisst, / wer das Böse meidet, wird ausgeraubt. Das hat der Herr gesehen / und ihm missfiel, dass es kein Recht mehr gab.
16. Er sah, dass keiner sich regte, / und war entsetzt, dass niemand einschritt. Da half ihm sein eigener Arm, / seine eigene Gerechtigkeit war seine Stütze.
17. Er legte die Gerechtigkeit an wie einen Panzer / und setzte den Helm der Hilfe auf. Er machte die Rache zu seinem Gewand / und umhüllte sich mit leidenschaftlichem Eifer wie mit einem Mantel.
18. Wie es die Taten verdienen, so übt er Vergeltung; / er zürnt seinen Gegnern und vergilt seinen Feinden; / bis hin zu den Inseln übt er Vergeltung.
19. Dann fürchtet man im Westen den Namen des Herrn / und im Osten seine Herrlichkeit.Ja, er kommt wie ein reißender Strom, / den der Sturm des Herrn vor sich hertreibt.
20. Doch für Zion kommt er als Erlöser / und für alle in Jakob, die umkehren von ihrer Sünde - / Spruch des Herrn.
21. Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließe, spricht der Herr: Mein Geist, der auf dir ruht, soll nicht von dir weichen und meine Worte, die ich dir in den Mund gelegt habe, sollen immer in deinem Mund bleiben und im Mund deiner Kinder und im Mund deiner Enkel, jetzt und in Ewigkeit - spricht der Herr.
1. Auf, werde licht denn es kommt dein Licht / und die Herrlichkeit des Herrn geht leuchtend auf über dir.
2. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde / und Dunkel die Völker, doch über dir geht leuchtend der Herr auf, / seine Herrlichkeit erscheint über dir.
3. Völker wandern zu deinem Licht / und Könige zu deinem strahlenden Glanz.
4. Blick auf und schau umher: / Sie alle versammeln sich und kommen zu dir. Deine Söhne kommen von fern, / deine Töchter trägt man auf den Armen herbei.
5. Du wirst es sehen und du wirst strahlen, / dein Herz bebt vor Freude und öffnet sich weit.Denn der Reichtum des Meeres strömt dir zu, / die Schätze der Völker kommen zu dir.
6. Zahllose Kamele bedecken dein Land, / Dromedare aus Midian und Efa. Alle kommen von Saba, / bringen Weihrauch und Gold / und verkünden die ruhmreichen Taten des Herrn.
7. Alle Schafe von Kedar scharen sich bei dir, / die Widder von Nebajot stehen in deinem Dienst.Als willkommene Opfer steigen sie auf meinen Altar; / so verherrliche ich mein herrliches Haus.
8. Wer sind die, die heranfliegen wie Wolken, / wie Tauben zu ihrem Schlag?
9. Die Schiffe kommen bei mir zusammen, / voran die Schiffe von Tarschisch, um deine Söhne mit ihrem Gold und Silber / aus der Ferne zu bringen, zum Ruhm des Herrn, deines Gottes, / des Heiligen Israels, / weil er dich herrlich gemacht hat.
10. Fremde bauen deine Mauern, / ihre Könige stehen in deinem Dienst. Denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, / aber in meinem Wohlwollen zeige ich dir mein Erbarmen.
11. Deine Tore bleiben immer geöffnet, / sie werden bei Tag und bei Nacht nicht geschlossen, damit man den Reichtum der Völker zu dir hineintragen kann; / auch ihre Könige führt man herbei.
12. Denn jedes Volk und jedes Reich, / das dir nicht dient, geht zugrunde, / die Völker werden völlig vernichtet.
13. Die Pracht des Libanon kommt zu dir, / Zypressen, Platanen und Eschen zugleich, um meinen heiligen Ort zu schmücken; / dann ehre ich den Platz, wo meine Füße ruhen.
14. Gebückt kommen die Söhne deiner Unterdrücker zu dir, / alle, die dich verachtet haben, werfen sich dir zu Füßen. Man nennt dich «Die Stadt des Herrn» / und «Das Zion des Heiligen Israels».
15. Dafür, dass du verlassen warst und verhasst / und niemand dich besucht hat, mache ich dich zum ewigen Stolz, / zur Freude für alle Generationen.
16. Du wirst die Milch der Völker saugen / und an der Brust von Königen trinken. Dann wirst du erkennen, / dass ich, der Herr, dein Retter bin / und ich, der Starke Jakobs, dein Erlöser.
17. Statt Kupfer bringe ich Gold, / statt Eisen bringe ich Silber, / statt Holz Kupfer und statt Steine Eisen. Ich setze den Frieden als Aufsicht über dich ein / und die Gerechtigkeit als deinen Vogt.
18. Man hört nichts mehr von Unrecht in deinem Land, / von Verheerung und Zerstörung in deinem Gebiet. Deine Mauern nennst du «Rettung» / und deine Tore «Ruhm».
19. Bei Tag wird nicht mehr die Sonne dein Licht sein, und um die Nacht zu erhellen, scheint dir nicht mehr der Mond, sondern der Herr ist dein ewiges Licht, / dein Gott dein strahlender Glanz.
20. Deine Sonne geht nicht mehr unter / und dein Mond nimmt nicht mehr ab; denn der Herr ist dein ewiges Licht, / zu Ende sind deine Tage der Trauer.
21. Dein Volk besteht nur aus Gerechten; / sie werden für immer das Land besitzen / als aufblühende Pflanzung des Herrn, als das Werk seiner Hände, / durch das er seine Herrlichkeit zeigt.
22. Der Kleinste wird zu einer Tausendschaft, / der Geringste zu einem starken Volk. Ich, der Herr, führe es schnell herbei, / sobald es Zeit dafür ist.
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1. Du aber, stimm die Totenklage an über den Fürsten von Israel
2. und sag: Was war doch deine Mutter für eine Löwin / unter den Löwen! Bei jungen Löwen hatte sie ihr Lager / und zog ihren Nachwuchs auf.
3. Eins von ihren Jungen zog sie groß / und es wurde ein starker Löwe.Er lernte, zu reißen und zu rauben, / er fraß Menschen.
4. Da bot man Völker gegen ihn auf. / In ihrer Grube fingen sie ihn / und schleppten ihn an Haken ins Land Ägypten.
5. Als sie sah, dass ihre Hoffnung vereitelt, / dass sie zunichte war, nahm sie von ihren Jungen ein anderes / und machte es zum starken Löwen.
6. Er tummelte sich unter den Löwen / und wurde ein starker Löwe. Er lernte zu reißen und zu rauben, / er fraß Menschen.
7. Er zerbrach ihre Burgen / und verheerte ihre Städte; das Land, und was in ihm lebte, / entsetzte sich bei seinem lauten Gebrüll.
8. Da setzte man Völker gegen ihn ein / aus den Ländern ringsum. Sie warfen ihr Netz über ihn; / in ihrer Grube fingen sie ihn.
9. Sie zerrten ihn an Haken in einen Käfig / und brachten ihn zum König von Babel, [sie brachten ihn in Gewahrsam,] / damit man seine Stimme nicht mehr hörte / auf Israels Bergen.
10. Deine Mutter war wie ein Weinstock im Garten, / der am Wasser gepflanzt ist. Voll von Früchten und Ranken war er / wegen des Reichtums an Wasser.
11. Er hatte kräftige Zweige, / für Zepter von Herrschern geeignet; sein Wuchs war hoch, / er ragte bis in die Wolken. Weithin war er sichtbar wegen seiner Höhe / und wegen seines dichten Laubes.
12. Doch im Zorn riss man ihn aus / und warf ihn auf die Erde. Der Ostwind dörrte ihn aus, / seine Früchte riss man ab. Sein kräftiger Stamm verdorrte. / Feuer verzehrte ihn.
13. Nun verpflanzte man ihn in die Wüste, / in trockenes, dürstendes Land.
14. Und Feuer ging aus von den Zweigen am Stamm / und fraß seine Früchte. Kein kräftiger Zweig war mehr an ihm, / kein Zepter für Herrscher. - Eine Totenklage ist dieses Lied; / zur Totenklage ist es geworden.
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9. Das Licht der Gerechten strahlt auf, / die Lampe der Frevler erlischt.
10. Der Leichtsinnige stiftet aus Übermut Zank, / doch wer sich beraten lässt, der ist klug.
11. Schnell errafftes Gut schwindet schnell, / wer Stück für Stück sammelt, wird reich.
12. Hingehaltene Hoffnung macht das Herz krank, / erfülltes Verlangen ist ein Lebensbaum.
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"No juízo final daremos contas a Deus até de uma palavra inútil que tenhamos dito." São Padre Pio de Pietrelcina