Mosaico decorativo

Bibel in einem Jahr.

Am neunzehnten Tag beginnt eine der fesselndsten Erzählungen der Bibel. Genesis 37 stellt Josef, Jakobs Lieblingssohn, vor, erzählt von seinen prophetischen Träumen und dem verheerenden Verrat seiner Brüder, die ihn in die Sklaverei nach Ägypten verkauften. Hiob 27-28 zeigt, wie Hiob trotz aller Anschuldigungen standhaft seine Integrität bewahrt, und das großartige Gedicht über die Weisheit fragt: „Wo findet man Weisheit?“ Sprüche 3,25-27 ermutigt uns, uns nicht vor plötzlichen Katastrophen zu fürchten, wenn wir den Herrn haben, und stets Gutes zu tun, wenn es in unserer Macht steht.

1. Jakob ließ sich in dem Land nieder, in dem sich sein Vater als Fremder aufgehalten hatte, in Kanaan.

2. Das ist die Geschlechterfolge nach Jakob: Als Josef siebzehn Jahre zählte, also noch jung war, weidete er mit seinen Brüdern, den Söhnen Bilhas und Silpas, der Frauen seines Vaters, die Schafe und Ziegen. Josef hinterbrachte ihrem Vater, was die Brüder Böses taten.

3. Israel liebte Josef unter allen seinen Söhnen am meisten, weil er ihm noch in hohem Alter geboren worden war. Er ließ ihm einen Ärmelrock machen.

4. Als seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, hassten sie ihn und konnten mit ihm kein gutes Wort mehr reden.

5. Einst hatte Josef einen Traum. Als er ihn seinen Brüdern erzählte, hassten sie ihn noch mehr.

6. Er sagte zu ihnen: Hört, was ich geträumt habe.

7. Wir banden Garben mitten auf dem Feld. Meine Garbe richtete sich auf und blieb auch stehen. Eure Garben umringten sie und neigten sich tief vor meiner Garbe.

8. Da sagten seine Brüder zu ihm: Willst du etwa König über uns werden oder dich als Herr über uns aufspielen? Und sie hassten ihn noch mehr wegen seiner Träume und seiner Worte.

9. Er hatte noch einen anderen Traum. Er erzählte ihn seinen Brüdern und sagte: Ich träumte noch einmal: Die Sonne, der Mond und elf Sterne verneigten sich tief vor mir.

10. Als er davon seinem Vater und seinen Brüdern erzählte, schalt ihn sein Vater und sagte zu ihm: Was soll das, was du da geträumt hast? Sollen wir vielleicht, ich, deine Mutter und deine Brüder, kommen und uns vor dir zur Erde niederwerfen?

11. Seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn, sein Vater aber vergaß die Sache nicht.

12. Als seine Brüder fortgezogen waren, um das Vieh ihres Vaters bei Sichem zu weiden,

13. sagte Israel zu Josef: Deine Brüder weiden bei Sichem das Vieh. Geh, ich will dich zu ihnen schicken. Er antwortete: Ich bin bereit.

14. Da sagte der Vater zu ihm: Geh doch hin und sieh, wie es deinen Brüdern und dem Vieh geht, und berichte mir! So schickte er ihn aus dem Tal von Hebron fort und Josef kam nach Sichem.

15. Ein Mann traf ihn, wie er auf dem Feld umherirrte; er fragte ihn: Was suchst du?

16. Josef antwortete: Meine Brüder suche ich. Sag mir doch, wo sie das Vieh weiden.

17. Der Mann antwortete: Sie sind von hier weitergezogen. Ich habe nämlich gehört, wie sie sagten: Gehen wir nach Dotan. Da ging Josef seinen Brüdern nach und fand sie in Dotan.

18. Sie sahen ihn von weitem. Bevor er jedoch nahe an sie herangekommen war, fassten sie den Plan, ihn umzubringen.

19. Sie sagten zueinander: Dort kommt ja dieser Träumer.

20. Jetzt aber auf, erschlagen wir ihn und werfen wir ihn in eine der Zisternen. Sagen wir, ein wildes Tier habe ihn gefressen. Dann werden wir ja sehen, was aus seinen Träumen wird.

21. Ruben hörte das und wollte ihn aus ihrer Hand retten. Er sagte: Begehen wir doch keinen Mord.

22. Und Ruben sagte zu ihnen: Vergießt kein Blut! Werft ihn in die Zisterne da in der Steppe, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte ihn nämlich aus ihrer Hand retten und zu seinem Vater zurückbringen.

23. Als Josef bei seinen Brüdern angekommen war, zogen sie ihm sein Gewand aus, den Ärmelrock, den er anhatte,

24. packten ihn und warfen ihn in die Zisterne. Die Zisterne war leer; es war kein Wasser darin.

25. Als sie dann beim Essen saßen und aufblickten, sahen sie, dass gerade eine Karawane von Ismaelitern aus Gilead kam. Ihre Kamele waren mit Tragakant, Mastix und Ladanum beladen. Sie waren unterwegs nach Ägypten.

26. Da schlug Juda seinen Brüdern vor: Was haben wir davon, wenn wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken?

27. Kommt, verkaufen wir ihn den Ismaelitern. Wir wollen aber nicht Hand an ihn legen, denn er ist doch unser Bruder und unser Verwandter. Seine Brüder waren einverstanden.

28. Midianitische Kaufleute kamen vorbei. Da zogen sie Josef aus der Zisterne heraus und verkauften ihn für zwanzig Silberstücke an die Ismaeliter. Diese brachten Josef nach Ägypten.

29. Als Ruben zur Zisterne zurückkam, war Josef nicht mehr dort. Er zerriss seine Kleider,

30. wandte sich an seine Brüder und sagte: Der Kleine ist ja nicht mehr da. Und ich, was soll ich jetzt anfangen?

31. Da nahmen sie Josefs Gewand, schlachteten einen Ziegenbock und tauchten das Gewand in das Blut.

32. Dann schickten sie den Ärmelrock zu ihrem Vater und ließen ihm sagen: Das haben wir gefunden. Sieh doch, ob das der Rock deines Sohnes ist oder nicht.

33. Als er ihn angesehen hatte, sagte er: Der Rock meines Sohnes! Ein wildes Tier hat ihn gefressen. Zerrissen, zerrissen ist Josef.

34. Jakob zerriss seine Kleider, legte Trauerkleider an und trauerte um seinen Sohn viele Tage.

35. Alle seine Söhne und Töchter machten sich auf, um ihn zu trösten. Er aber ließ sich nicht trösten und sagte: Ich will dauernd zu meinem Sohn in die Unterwelt hinabsteigen. So beweinte ihn sein Vater.

36. Die Midianiter aber verkauften Josef nach Ägypten an Potifar, einen Hofbeamten des Pharao, den Obersten der Leibwache.

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Kapitel 27

1. Dann setzte Ijob seine Rede fort und sprach:

2. So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzog, / der Allmächtige, der meine Seele quälte:

3. Solange noch Atem in mir ist / und Gottes Hauch in meiner Nase,

4. soll Unrecht nicht von meinen Lippen kommen, / noch meine Zunge Falsches reden.

5. Fern sei es mir, euch Recht zu geben, / ich gebe, bis ich sterbe, meine Unschuld nicht preis.

6. An meinem Rechtsein halt ich fest und lass es nicht; / mein Herz schilt keinen meiner Tage.

7. Mein Feind sei wie ein Frevler, / mein Gegner wie ein Bösewicht.

8. Denn was ist des Ruchlosen Hoffen, / wenn er dahingeht, / wenn Gott das Leben von ihm nimmt?

9. Wird Gott sein Schreien hören, / wenn über ihn die Drangsal kommt?

10. Kann er sich des Allmächtigen erfreuen / und Gott anrufen zu jeder Zeit?

11. Ich will euch belehren über Gottes Tun, / nicht verhehlen, was der Allmächtige plant.

12. Ihr habt es ja alle selbst gesehen. / Warum führt ihr nichtige Reden?

13. Das ist des Frevlers Anteil bei Gott, / der Gewalttätigen Erbe, / das sie vom Allmächtigen empfangen:

14. Werden zahlreich seine Söhne, / fürs Schwert sind sie bestimmt; / nie werden seine Kinder satt an Brot.

15. Was übrig bleibt, wird durch den Tod begraben / und seine Witwen weinen nicht.

16. Häuft er auch Silber auf wie Staub / und beschafft er sich Kleider wie Lehm:

17. er schafft sie zwar an; / doch anziehen wird sie der Gerechte, / das Silber wird der Schuldlose erben.

18. Er baut wie die Spinne sein Haus / und wie die Hütte, die der Wächter aufstellt.

19. Reich legt er sich schlafen, nichts ist ihm genommen. / Macht er die Augen auf, ist nichts mehr da.

20. Schrecken holt ihn ein wie eine Wasserflut, / der Sturmwind trägt ihn fort bei Nacht.

21. Der Ostwind hebt ihn hoch, er muss dahin, / er weht ihn weg von seinem Ort.

22. Er stürzt sich auf ihn schonungslos, / seiner Gewalt will er entfliehen.

23. Man klatscht über ihn in die Hände / und zischt ihn fort von seiner Stätte.

Kapitel 28

1. Wohl gibt es einen Fundort für das Silber, / eine Stätte für das Gold, wo man es läutert.

2. Eisen holt man aus der Erde, / Gestein wird zu Kupfer geschmolzen.

3. Es setzt der Mensch dem Finstern eine Grenze; / er forscht hinein bis in das Letzte, ins düstere, dunkle Gestein.

4. Stollen gräbt ein fremdes Volk; / vergessen, ohne Halt für den Fuß, / hängt es, schwebt es, den Menschen fern.

5. Die Erde, daraus das Brotkorn kommt, / wird in den Tiefen wie mit Feuer zerstört.

6. Fundort des Saphirs ist ihr Gestein / und Goldstaub findet sich darin.

7. Kein Raubvogel kennt den Weg dahin; / kein Falkenauge hat ihn erspäht.

8. Das stolze Wild betritt ihn nicht, / kein Löwe schreitet über ihn.

9. An harte Kiesel legt er die Hand, / von Grund auf wühlt er Berge um.

10. In Felsen haut er Stollen ein / und lauter Kostbarkeiten erblickt sein Auge.

11. Sickerbäche dämmt er ein, / Verborgenes bringt er ans Licht.

12. Die Weisheit aber, wo ist sie zu finden / und wo ist der Ort der Einsicht?

13. Kein Mensch kennt die Schicht, in der sie liegt; / sie findet sich nicht in der Lebenden Land.

14. Die Urflut sagt: Bei mir ist sie nicht. / Der Ozean sagt: Bei mir weilt sie nicht.

15. Man kann nicht Feingold für sie geben, / nicht Silber als Preis für sie wägen.

16. Nicht wiegt sie Gold aus Ofir auf, / kein kostbarer Karneol, kein Saphir.

17. Gold und Glas stehen ihr nicht gleich, / kein Tausch für sie ist Goldgerät,

18. nicht zu reden von Korallen und Kristall; / weit über Perlen geht der Weisheit Besitz.

19. Der Topas von Kusch kommt ihr nicht gleich / und reinstes Gold wiegt sie nicht auf.

20. Die Weisheit aber, wo kommt sie her / und wo ist der Ort der Einsicht?

21. Verhüllt ist sie vor aller Lebenden Auge, / verborgen vor den Vögeln des Himmels.

22. Abgrund und Tod sagen: / Unser Ohr vernahm von ihr nur ein Raunen.

23. Gott ist es, der den Weg zu ihr weiß, / und nur er kennt ihren Ort.

24. Denn er blickt bis hin zu den Enden der Erde; / was unter dem All des Himmels ist, sieht er.

25. Als er dem Wind sein Gewicht schuf / und die Wasser nach Maß bestimmte,

26. als er dem Regen das Gesetz schuf / und einen Weg dem Donnergewölk,

27. damals hat er sie gesehen und gezählt, / sie festgestellt und erforscht.

28. Doch zum Menschen sprach er: / Seht, die Furcht vor dem Herrn, das ist Weisheit, / das Meiden des Bösen ist Einsicht.

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25. Du brauchst dich vor jähem Erschrecken nicht zu fürchten / noch vor dem Verderben, das über die Frevler kommt.

26. Der Herr wird deine Zuversicht sein, / er bewahrt deinen Fuß vor der Schlinge.

27. Versag keine Wohltat dem, der sie braucht, / wenn es in deiner Hand liegt, Gutes zu tun.

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"Ouço interiormente uma voz que constantemente me diz: Santifique-se e santifique!" São Padre Pio de Pietrelcina