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In den Boden sanken ihre Tore, / ihre Riegel hat er zerstört und zerbrochen. Ihr König und ihre Fürsten sind unter den Völkern, / keine Weisung ist da, auch keine Offenbarung / schenkt der Herr ihren Propheten. (Die Klagelieder 2, 9)
Meine Augen ermatten vor Tränen, / mein Inneres glüht. Ausgeschüttet auf die Erde ist mein Herz / über den Zusammenbruch der Tochter, meines Volkes. Kind und Säugling verschmachten / auf den Plätzen der Stadt. (Die Klagelieder 2, 11)
Deine Propheten schauten dir Lug und Trug. / Deine Schuld haben sie nicht aufgedeckt, / um dein Schicksal zu wenden. Sie schauten dir als Prophetenworte / nur Trug und Verführung. (Die Klagelieder 2, 14)
Steh auf, klage bei Nacht, / zu jeder Nachtwache Anfang! Schütte aus wie Wasser dein Herz / vor dem Angesicht des Herrn! Erhebe zu ihm die Hände / für deiner Kinder Leben, die vor Hunger verschmachten / an den Ecken aller Straßen. (Die Klagelieder 2, 19)
Herr, sieh doch und schau: / Wem hast du solches getan? Dürfen Frauen ihre Leibesfrucht essen, / ihre sorgsam gehegten Kinder? Darf man erschlagen im Heiligtum des Herrn / Priester und Propheten? (Die Klagelieder 2, 20)
Am Boden liegen in den Gassen / Kind und Greis. Die Mädchen und die jungen Männer / fielen unter dem Schwert. Du hast sie erschlagen am Tag deines Zorns, / geschlachtet, ohne zu schonen. (Die Klagelieder 2, 21)
Wie zum Festtag hast du gerufen, / die Schrecken ringsum. Am Zorntag des Herrn gab es keinen, / der entkam und entrann. Die ich hegte und großzog, / mein Feind hat sie vernichtet. (Die Klagelieder 2, 22)
Im Finstern ließ er mich wohnen / wie längst Verstorbene. (Die Klagelieder 3, 6)
Neu ist es an jedem Morgen; / groß ist deine Treue. (Die Klagelieder 3, 23)
dass man das Recht des Mannes beugt / vor dem Antlitz des Höchsten, (Die Klagelieder 3, 35)
Geht nicht hervor aus des Höchsten Mund / das Gute wie auch das Böse? (Die Klagelieder 3, 38)
Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie / und kehren wir um zum Herrn. (Die Klagelieder 3, 40)