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In den Boden sanken ihre Tore, / ihre Riegel hat er zerstört und zerbrochen. Ihr König und ihre Fürsten sind unter den Völkern, / keine Weisung ist da, auch keine Offenbarung / schenkt der Herr ihren Propheten. (Die Klagelieder 2, 9)
Über dich reißen ihr Maul auf / all deine Feinde. Sie zischeln und fletschen die Zähne, / sie sprechen: Wir haben sie verschlungen. Das ist der Tag, auf den wir hofften. / Wir haben ihn erreicht und gesehen. (Die Klagelieder 2, 16)
Getan hat der Herr, was er geplant, / seinen Drohspruch vollzogen, / den er seit alters verkündet hat. Eingerissen hat er, nicht geschont. / Den Feind ließ er über dich jubeln, / erhöhte die Macht deiner Gegner. (Die Klagelieder 2, 17)
Herr, sieh doch und schau: / Wem hast du solches getan? Dürfen Frauen ihre Leibesfrucht essen, / ihre sorgsam gehegten Kinder? Darf man erschlagen im Heiligtum des Herrn / Priester und Propheten? (Die Klagelieder 2, 20)
Wie zum Festtag hast du gerufen, / die Schrecken ringsum. Am Zorntag des Herrn gab es keinen, / der entkam und entrann. Die ich hegte und großzog, / mein Feind hat sie vernichtet. (Die Klagelieder 2, 22)
Er hat mich ummauert, ich kann nicht entrinnen. Er hat mich in schwere Fesseln gelegt. (Die Klagelieder 3, 7)
Er spannte den Bogen und stellte mich hin / als Ziel für den Pfeil. (Die Klagelieder 3, 12)
Gut ist es, schweigend zu harren / auf die Hilfe des Herrn. (Die Klagelieder 3, 26)
Prüfen wir unsre Wege, erforschen wir sie / und kehren wir um zum Herrn. (Die Klagelieder 3, 40)
Ihren Mund rissen gegen uns auf / all unsre Feinde. (Die Klagelieder 3, 46)
Wie auf einen Vogel machten sie Jagd auf mich, / die ohne Grund meine Feinde sind. (Die Klagelieder 3, 52)
Sie stürzten in die Grube mein Leben / und warfen Steine auf mich. (Die Klagelieder 3, 53)