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  • Weh, mit seinem Zorn umwölkt / der Herr die Tochter Zion! Er schleuderte vom Himmel zur Erde / die Pracht Israels. Nicht dachte er an den Schemel seiner Füße / am Tag seines Zornes. (Die Klagelieder 2, 1)

  • Schonungslos hat der Herr vernichtet / alle Fluren Jakobs, niedergerissen in seinem Grimm / die Bollwerke der Tochter Juda, zu Boden gestreckt, entweiht / das Königtum und seine Fürsten. (Die Klagelieder 2, 2)

  • Wie ein Feind ist geworden der Herr, / Israel hat er vernichtet. Vernichtet hat er alle Paläste, / zerstört seine Burgen. Auf die Tochter Juda hat er gehäuft / Jammer über Jammer. (Die Klagelieder 2, 5)

  • Er zertrat wie einen Garten seine Wohnstatt, / zerstörte seinen Festort. Vergessen ließ der HERR auf Zion / Festtag und Sabbat. In glühendem Zorn verwarf er / König und Priester. (Die Klagelieder 2, 6)

  • Seinen Altar hat der Herr verschmäht, / verworfen sein Heiligtum, ausgeliefert in die Hand des Feindes / die Mauern von Zions Palästen. Man lärmte im Haus des HERRN / wie an einem Festtag. (Die Klagelieder 2, 7)

  • Zu schleifen plante der HERR / die Mauer der Tochter Zion. Er spannte die Messschnur und zog nicht zurück / seine Hand vom Vernichten. Trauern ließ er Wall und Mauer; / miteinander sanken sie nieder. (Die Klagelieder 2, 8)

  • Getan hat der HERR, was er geplant, / seinen Drohspruch vollzogen, den er seit alters verkündet hat. / Schonungslos hat er niedergerissen. Den Feind ließ er über dich jubeln, / richtete auf die Macht deiner Bedränger. (Die Klagelieder 2, 17)

  • HERR, sieh doch und schau: / Wem hast du solches getan? Dürfen Frauen ihre Leibesfrucht essen, / die sorgsam gehegten Kinder? Dürfen im Heiligtum des Herrn / Priester und Prophet erschlagen werden? (Die Klagelieder 2, 20)

  • Mein Anteil ist der HERR, sagt meine Seele, / darum harre ich auf ihn. (Die Klagelieder 3, 24)

  • Gut ist der HERR zu dem, der auf ihn hofft, / zur Seele, die ihn sucht. (Die Klagelieder 3, 25)

  • Er sitze einsam und schweige, / wenn der HERR es ihm auflegt. (Die Klagelieder 3, 28)

  • Denn nicht für immer / verwirft der Herr. (Die Klagelieder 3, 31)


"Quanto maiores forem os dons, maior deve ser sua humildade, lembrando de que tudo lhe foi dado como empréstimo." São Padre Pio de Pietrelcina