Mosaico decorativo

Bibel in einem Jahr.

Am 203. Tag spricht Jesaja 25–27 von Gottes endgültigem Sieg, der Wiederherstellung Jerusalems und dem Gericht über seine Feinde und bietet Hoffnung für die Zukunft. Habakuk 3 präsentiert ein poetisches Gebet des Vertrauens, das Gottes Größe auch in schwierigen Zeiten anerkennt. Sprüche 11,5–8 unterstreicht den Wert der Gerechtigkeit und die Folgen der Bosheit und leitet uns auf dem Weg zu einem rechtschaffenen Leben.

Kapitel 25

1. Herr, du bist mein Gott, / ich will dich rühmen und deinen Namen preisen. Denn du hast wunderbare Pläne verwirklicht, / von fern her zuverlässig und sicher.

2. Du hast die Stadt zu einem Steinhaufen gemacht, / die starke Burg zu einem Trümmerfeld,die Paläste der Fremden zu einem verwüsteten Ort, / den man in Ewigkeit nicht mehr aufbaut.

3. Darum ehren dich mächtige Völker; / vor dir fürchten sich die Städte der gewalttätigen Nationen.

4. Du bist die Zuflucht der Schwachen, / die Zuflucht der Armen in ihrer Not; du bietest ihnen ein Obdach bei Regen und Sturm / und Schatten bei glühender Hitze. Denn der Sturm der Gewaltigen ist wie ein Regenguss im Winter, / wie die Hitze im trockenen Land.

5. Du bringst den Lärm der Fremden zum Schweigen, / wie ein Wolkenschatten die Hitze mildert, / das Lied der Gewaltigen lässt du verstummen.

6. Der Herr der Heere wird auf diesem Berg / für alle Völker ein Festmahl geben mit den feinsten Speisen, / ein Gelage mit erlesenen Weinen, mit den besten und feinsten Speisen, / mit besten, erlesenen Weinen.

7. Er zerreißt auf diesem Berg die Hülle, die alle Nationen verhüllt, / und die Decke, die alle Völker bedeckt.

8. Er beseitigt den Tod für immer. / Gott, der Herr, wischt die Tränen ab von jedem Gesicht. Auf der ganzen Erde nimmt er von seinem Volk die Schande hinweg. Ja, der Herr hat gesprochen.

9. An jenem Tag wird man sagen: / Seht, das ist unser Gott, auf ihn haben wir unsere Hoffnung gesetzt, / er wird uns retten. Das ist der Herr, auf ihn setzen wir unsere Hoffnung. / Wir wollen jubeln und uns freuen über seine rettende Tat.

10. Ja, die Hand des Herrn ruht auf diesem Berg. / Moab aber wird an Ort und Stelle zerstampft, / wie Stroh in der Jauche zerstampft wird.

11. Wenn Moab darin auch mit den Händen rudert / wie der Schwimmer beim Schwimmen, so drückt er den Stolzen doch nieder, / auch wenn seine Hände sich wehren.

12. Deine festen, schützenden Mauern werden niedergerissen; / der Herr stürzt sie zu Boden; sie liegen im Staub.

Kapitel 26

1. An jenem Tag singt man in Juda dieses Lied: Wir haben eine befestigte Stadt, / zu unserem Schutz baute der Herr Mauern und Wälle.

2. Öffnet die Tore, / damit ein gerechtes Volk durch sie einzieht, / ein Volk, das dem Herrn die Treue bewahrt.

3. Sein Sinn ist fest; / du schenkst ihm Ruhe und Frieden; / denn es verlässt sich auf dich.

4. Verlasst euch stets auf den Herrn; / denn der Herr ist ein ewiger Fels.

5. Er hat die Bewohner des hohen Berges hinabgestürzt, / die hoch aufragende Stadt; er hat sie zu Boden geworfen, / in den Staub hat er sie gestoßen.

6. Sie wird zermalmt von den Füßen der Armen, / unter den Tritten der Schwachen.

7. Der Weg des Gerechten ist gerade, / du ebnest dem Gerechten die Bahn.

8. Herr, auf das Kommen deines Gerichts / vertrauen wir. Deinen Namen anzurufen und an dich zu denken / ist unser Verlangen.

9. Meine Seele sehnt sich nach dir in der Nacht, / auch mein Geist ist voll Sehnsucht nach dir. Denn dein Gericht ist ein Licht für die Welt, / die Bewohner der Erde lernen deine Gerechtigkeit kennen.

10. Aber der Frevler lernt nie, was gerecht ist, / auch wenn du ihm Gnade erweist. Selbst im Land der Gerechtigkeit tut er noch Unrecht, / doch er wird den erhabenen Glanz des Herrn nicht erblicken.

11. Herr, deine Hand ist erhoben, / doch deine Gegner sehen es nicht; aber sie werden es sehen / und sie werden beschämt sein von deiner leidenschaftlichen Liebe zu deinem Volk; / ja, Feuer wird sie verzehren.

12. Herr, du wirst uns Frieden schenken; / denn auch alles, was wir bisher erreichten, hast du für uns getan.

13. Herr, unser Gott, es beherrschten uns andere Herren als du, / doch nur deinen Namen werden wir rühmen.

14. Die Toten werden nicht leben, / die Verstorbenen stehen nie wieder auf; denn du hast sie bestraft und vernichtet, / jede Erinnerung an sie hast du getilgt.

15. Du hast dein Volk vermehrt, o Herr, / du hast es vermehrt; du hast deine Herrlichkeit erwiesen, / auf allen Seiten hast du die Grenzen des Landes erweitert.

16. Herr, in der Not suchten wir dich; / wir schrien in unserer Qual, als du uns straftest.

17. Wie eine schwangere Frau, / die nahe daran ist, ihr Kind zu gebären, die sich in ihren Wehen windet und schreit, / so waren wir, Herr, in deinen Augen.

18. Wir waren schwanger und lagen in Wehen; / doch als wir gebaren, war es ein Wind. Wir brachten dem Land keine Rettung, / kein Erdenbewohner wurde geboren.

19. Deine Toten werden leben, / die Leichen stehen wieder auf; / wer in der Erde liegt, wird erwachen und jubeln. Denn der Tau, den du sendest, / ist ein Tau des Lichts; / die Erde gibt die Toten heraus.

20. Auf, mein Volk, geh in deine Kammern / und verschließ die Tür hinter dir! Verbirg dich für kurze Zeit, / bis der Zorn vergangen ist.

21. Denn der Herr verlässt den Ort, wo er ist, / um die Erdenbewohner für ihre Schuld zu bestrafen. Dann deckt die Erde das Blut, das sie trank, wieder auf / und verbirgt die Ermordeten nicht mehr in sich.

Kapitel 27

1. An jenem Tag bestraft der Herr mit seinem harten, großen, starken Schwert den Leviatan, die schnelle Schlange, den Leviatan, die gewundene Schlange. Den Drachen im Meer wird er töten.

2. An jenem Tag gibt es einen prächtigen Weinberg. / Besingt ihn in einem Lied!

3. Ich, der Herr, bin sein Wächter, / immer wieder bewässere ich ihn. Damit niemand ihm schadet, / bewache ich ihn bei Tag und bei Nacht.

4. Ich habe jetzt keinen Zorn mehr. / Fände ich Dornen und Disteln darin, ich würde sie alle bekämpfen, / ich würde sie alle zusammen verbrennen,

5. es sei denn, man sucht bei mir Schutz / und schließt mit mir Frieden, ja Frieden mit mir.

6. In künftigen Tagen schlägt Jakob wieder Wurzel, / Israel blüht und gedeiht / und der Erdkreis füllt sich mit Früchten.

7. Hat er sie geschlagen, / wie er ihre Schläger schlug? Hat er sie umgebracht, / wie er ihre Mörder umgebracht hat?

8. Du hast sie aufgescheucht und verjagt / und so gegen sie den Rechtsstreit geführt. Mit einem heftigen Sturm / jagte er sie am Tag des Ostwinds davon.

9. Darum sei dadurch Jakobs Schuld wieder gesühnt, / darin bestehe die volle Befreiung von seiner Sünde, dass er alle Altarsteine vernichtet, wie man Kalksteine zerschlägt. Nie mehr soll man Kultpfähle und Rauchopferaltäre errichten.

10. Ja, die befestigte Stadt ist einsam geworden, / ein entvölkerter Ort, verlassen wie die Steppe. Dort weiden die Rinder und legen sich nieder. / Sie fressen die Zweige ab.

11. Wenn dann die Äste verdorren, bricht man sie ab / und die Frauen kommen und machen Feuer damit. Es ist ein Volk ohne Einsicht; / deshalb hat sein Schöpfer kein Erbarmen mit ihm, / er, der es geformt hat, ist ihm nicht gnädig.

12. An jenem Tag wird der Herr Ähren ausklopfen / vom Eufrat bis zum Grenzbach Ägyptens; dann, ihr Söhne Israels, liest man euch auf, / einen nach dem andern.

13. An jenem Tag wird man das große Widderhorn blasen, / dann kommen die Verirrten aus Assur nach Hause / und die in Ägypten Verstreuten kehren zurück; sie fallen vor dem Herrn in Jerusalem nieder, / auf dem heiligen Berg.

Kompletter Leseplan

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1. Gebet des Propheten Habakuk, nach der Melodie von Schigjonot.

2. Herr, ich höre die Kunde, / ich sehe, Herr, was du früher getan hast. Lass es in diesen Jahren wieder geschehen, / offenbare es in diesen Jahren! / Auch wenn du zürnst, denk an dein Erbarmen!

3. Gott kommt von Teman her, / der Heilige kommt vom Gebirge Paran. Seine Hoheit überstrahlt den Himmel, / sein Ruhm erfüllt die Erde. [Sela]

4. Er leuchtet wie das Licht der Sonne, / ein Kranz von Strahlen umgibt ihn, / in ihnen verbirgt sich seine Macht.

5. Die Seuche zieht vor ihm her, / die Pest folgt seinen Schritten.

6. Wenn er kommt, wird die Erde erschüttert, / wenn er hinblickt, zittern die Völker. Da zerbersten die ewigen Berge, / versinken die uralten Hügel. / [Das sind von jeher seine Wege.]

7. Die Zelte Kuschans sehe ich voll Unheil; / auch in Midian zittern die Zelte.

8. Herr, ist dein Zorn gegen die Flüsse entbrannt / [gegen die Flüsse dein Zorn] und dein Groll gegen das Meer, / dass du mit deinen Rossen heranstürmst / und mit deinen siegreichen Wagen?

9. Du hast den Bogen aus der Hülle genommen, / du hast die Pfeile auf die Sehne gelegt. [Sela] Du spaltest die Erde / und es brechen Ströme hervor;

10. dich sehen die Berge und zittern, / tosender Regen prasselt nieder; die Urflut brüllt auf / und reckt ihre Hände empor.

11. Sonne und Mond bleiben in ihrer Wohnung; / sie vergehen im grellen Licht deiner Pfeile, / im Glanz deiner blitzenden Lanze.

12. Voll Zorn schreitest du über die Erde, / in deinem Groll zerstampfst du die Völker.

13. Du ziehst aus, um dein Volk zu retten, / um deinem Gesalbten zu helfen. Vom Haus des Ruchlosen schlägst du das Dach weg / und legst das Fundament frei / bis hinab auf den Felsen. [Sela]

14. Mit deinen Pfeilen durchbohrst du den Kopf seiner Krieger, / die heranstürmen, um uns zu verjagen. Sie freuen sich schon voll Übermut, / in ihrem Versteck den Armen zu fressen.

15. Du bahnst mit deinen Rossen den Weg durch das Meer, durch das gewaltig schäumende Wasser.

16. Ich zitterte am ganzen Leib, als ich es hörte, / ich vernahm den Lärm und ich schrie. Fäulnis befällt meine Glieder / und es wanken meine Schritte. Doch in Ruhe erwarte ich den Tag der Not, / der dem Volk bevorsteht, das über uns herfällt.

17. Zwar blüht der Feigenbaum nicht, / an den Reben ist nichts zu ernten, der Ölbaum bringt keinen Ertrag, / die Kornfelder tragen keine Frucht; im Pferch sind keine Schafe, / im Stall steht kein Rind mehr.

18. Dennoch will ich jubeln über den Herrn / und mich freuen über Gott, meinen Retter.

19. Gott, der Herr, ist meine Kraft. / Er macht meine Füße schnell wie die Füße der Hirsche / und lässt mich schreiten auf den Höhen. (Dem Chormeister. Zum Saitenspiel.)

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5. Dem Lauteren ebnet seine Gerechtigkeit den Weg, / der Frevler aber kommt durch seine Bosheit zu Fall.

6. Die Redlichen rettet ihre Gerechtigkeit, / die Verräter schlägt ihre eigene Gier in Fesseln.

7. Beim Tod des Frevlers wird sein Hoffen zunichte, / die falsche Erwartung schwindet dahin.

8. Der Gerechte wird aus der Not gerettet, / an seine Stelle tritt der Böse.

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"Se tanta atenção é dada aos bens desta Terra, quanto mais se deve dar aos do Céu?" São Padre Pio de Pietrelcina