Mosaico decorativo

Bibel in einem Jahr.

Am 300. Tag hebt 2. Makkabäer 3 die Treue und den Mut der Makkabäer angesichts von Herausforderungen hervor. Sirach 45-46 bietet Betrachtungen zu Ausdauer, Gerechtigkeit und Integrität, während Sprüche 24:10-12 uns daran erinnert, in schwierigen Zeiten den Glauben nicht aufzugeben und stets auf Gottes Schutz und Führung zu vertrauen.

1. Die Bewohner der Heiligen Stadt lebten in tiefem Frieden und hielten die Gesetze aufs treueste; denn der Hohepriester Onias war ein frommer Mann und hasste alles Böse.

2. Darum ehrten sogar die Könige den Ort und schmückten das Heiligtum mit den kostbarsten Weihegaben.

3. So bestritt Seleukus, der König Asiens, aus seinen eigenen Einkünften alle Kosten, die durch den Opferdienst entstanden.

4. Ein gewisser Simeon aus dem Stamm Benjamin war als Tempelvorsteher eingesetzt worden. Er entzweite sich jedoch mit dem Hohenpriester wegen der Marktordnung in der Stadt.

5. Weil er sich gegen Onias nicht durchsetzen konnte, ging er zu Apollonius, dem Sohn des Tharseas, der damals Befehlshaber in Zölesyrien und Phönizien war.

6. Er erzählte ihm, der Tempelschatz in Jerusalem sei voll von unvorstellbaren Reichtümern; unzählbar sei die Menge des Geldes. Sie stehe in keinem Verhältnis zu dem, was man für die Opfer aufwenden müsse, und lasse sich leicht für den König beschlagnahmen.

7. Als Apollonius mit dem König zusammentraf, berichtete er, was man ihm über die Gelder hinterbracht hatte. Der aber bestimmte seinen Kanzler Heliodor und schickte ihn auf den Weg mit dem Auftrag, sich die erwähnten Gelder ausliefern zu lassen.

8. Heliodor machte sich sofort auf die Reise, angeblich um die Städte in Zölesyrien und Phönizien zu besuchen, in Wirklichkeit jedoch, um das Vorhaben des Königs auszuführen.

9. Als er nach Jerusalem kam, wurde er vom Hohenpriester der Stadt freundlich empfangen. Da gab er bekannt, welche Anzeige gemacht worden sei, und teilte den wahren Grund seiner Anwesenheit mit. Er fragte, ob sich die Sache wirklich so verhalte.

10. Der Hohepriester erklärte ihm, es handele sich um hinterlegtes Gut von Witwen und Waisen;

11. ein Teil gehöre auch Hyrkanus, dem Sohn des Tobija, einem sehr einflussreichen Mann. - So hatte der ruchlose Simeon gelogen. - Alles zusammen belaufe sich nur auf vierhundert Talente Silber und zweihundert Talente Gold.

12. Man dürfe aber doch denen nicht Unrecht tun, die ihr Vertrauen auf die Heiligkeit des Ortes und auf die Würde und Unantastbarkeit des weltberühmten Heiligtums gesetzt hätten.

13. Heliodor berief sich jedoch auf die Befehle, die er vom König erhalten hatte, und bestand darauf, alles für die königliche Schatzkammer zu beschlagnahmen.

14. Am festgesetzten Tag schickte er sich an hineinzugehen, um eine Untersuchung der Schätze anzustellen.

15. Da geriet die ganze Stadt in nicht geringe Bestürzung. Die Priester warfen sich in ihren heiligen Gewändern vor dem Altar nieder und riefen den Himmel an: Er habe die Hinterlegung von Geld durch Gesetze geordnet; so solle er es jetzt denen, die es hinterlegt hatten, unversehrt bewahren.

16. Wer aber die Gestalt des Hohenpriesters sah, dem blutete das Herz. Wie er aussah und wie sein Gesicht sich verfärbt hatte, verriet seine innere Qual.

17. Furcht und Zittern nämlich hatten den Mann befallen und er bebte am ganzen Leib. Allen, die ihn sahen, wurde der Schmerz seines Herzens offenbar.

18. Die Leute stürzten in Scharen aus den Häusern heraus zum öffentlichen Gebet; denn dem Tempel drohte Schande.

19. Die Frauen zogen Trauerkleider an, die die Brüste freiließen, und drängten sich auf die Straßen. Von den jungen Mädchen aber, die man sonst eingeschlossen hielt, liefen die einen an die Türen, die andern auf die Mauern; einige beugten sich aus den Fenstern heraus.

20. Sie alle streckten die Hände zum Himmel empor und beteten flehentlich.

21. Es war zum Erbarmen, wie die Menge sich in heillosem Durcheinander zu Boden warf und wie der Hohepriester sich in seinem Kummer so schrecklich ängstigte.

22. So riefen sie zum Herrn, dem Allherrscher, er möge das anvertraute Gut denen, die es hinterlegt hatten, unversehrt und ganz sicher bewahren.

23. Heliodor jedoch machte sich daran, seinen Entschluss auszuführen.

24. Schon stand er mit der Leibwache an der Schatzkammer. Da ließ der Herr der Geister und aller Macht eine gewaltige Erscheinung sichtbar werden. Alle, die ihn frech begleitet hatten, erschraken vor Gottes Macht; ihre Kräfte verließen sie und sie bekamen große Angst.

25. Denn es erschien ihnen ein Pferd mit einem schrecklichen Reiter darauf; das Pferd war mit prächtigem Geschirr geschmückt. Es stürmte wild auf Heliodor ein und traf ihn heftig mit den Vorderhufen. Sein Reiter aber trug eine goldene Rüstung.

26. Noch zwei andere junge Männer erschienen, voll gewaltiger Kraft, in strahlender Schönheit und herrlich gekleidet. Sie traten auf Heliodor zu und peitschten von beiden Seiten auf ihn ein; pausenlos schlugen sie ihn mit vielen Hieben.

27. Da stürzte er zu Boden und es wurde ihm schwarz vor den Augen. Man hob ihn schnell auf und legte ihn auf eine Bahre.

28. Eben noch war er mit großem Gefolge und der ganzen Leibwache zu der genannten Schatzkammer gekommen; nun trug man ihn hilflos hinaus. Deutlich hatte man die Herrschermacht Gottes erkannt.

29. So lag er da, durch Gottes Macht gestürzt, der Sprache beraubt, ohne jede Hoffnung auf Rettung.

30. Die Juden aber priesen den Herrn, der an seinem Ort so herrlich seine Macht gezeigt hatte; und das Heiligtum, das eben noch voll war von Angst und Verwirrung, war erfüllt von Freude und Jubel; denn der allmächtige Herr hatte sich offenbart.

31. Sehr bald kamen ein paar Vertraute Heliodors zu Onias und baten ihn, er möge doch den Höchsten anrufen und so dem das Leben schenken, der in den letzten Zügen lag.

32. Aus Sorge, der König könne der Meinung verfallen, Heliodor sei einem hinterhältigen Anschlag der Juden zum Opfer gefallen, brachte der Hohepriester ein Opfer dar, damit der Mann wieder gesund würde.

33. Während der Hohepriester noch mit dem Versöhnungsopfer beschäftigt war, erschienen dem Heliodor dieselben jungen Männer wie zuvor, in der gleichen Kleidung. Sie traten zu ihm und sagten: Danke dem Hohenpriester Onias vielmals; denn seinetwegen schenkt der Herr dir gnädig das Leben.

34. Der Himmel hat dich gezüchtigt. Nun verkünde du allen die gewaltige Kraft Gottes! Nach diesen Worten entschwanden sie.

35. Da ließ Heliodor dem Herrn ein Opfer darbringen und machte ihm große Gelübde, weil er ihn am Leben gelassen hatte. Er nahm Abschied von Onias und zog mit seinen Truppen zum König zurück.

36. Vor allen Menschen bezeugte er die Taten des größten Gottes, die er mit eigenen Augen gesehen hatte.

37. Als der König ihn fragte, wer geeignet sei, noch einmal nach Jerusalem geschickt zu werden, gab er zur Antwort:

38. Wenn du einen Feind oder einen Hochverräter weißt, dann schick ihn dorthin! Du kannst sicher sein, dass er geprügelt zurückkommt, wenn er überhaupt am Leben bleibt; denn an jenem Ort wirkt wahrhaftig eine göttliche Kraft.

39. Er, der im Himmel wohnt, ist selbst der Wächter und Schützer jenes Ortes; und wer in böser Absicht dorthin kommt, den schlägt er nieder.

40. Das waren die Ereignisse um Heliodor und um die Rettung des Tempels.

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Kapitel 45

1. Geliebt von Gott und den Menschen: / Mose, sein Andenken sei zum Segen.

2. Er nannte ihn einen Gott / und stärkte ihn zu Furcht erregenden Taten.

3. Durch sein Wort ließ er schnell die Zeichen geschehen / und verlieh ihm Macht vor dem König. Er sandte ihn zum Volk / und zeigte ihm seine Herrlichkeit.

4. Wegen seiner Treue und Bescheidenheit / erwählte er ihn aus allen Sterblichen.

5. Er ließ ihn seine Stimme hören / und zu der dunklen Wolke herantreten. In seine Hand legte er die Gebote, / die Lehre voll Leben und Einsicht, um Jakob seine Gesetze zu lehren / und Israel seine Satzungen und Vorschriften.

6. Gleich ihm erhöhte er einen Heiligen: / Aaron aus dem Stamm Levi.

7. Er hat ihn bestellt für das ewige Priesteramt / und über ihn seine Hoheit ausgebreitet. Er beglückte ihn mit seiner Herrlichkeit / und umhüllte ihn mit dem schönsten Schmuck.

8. Er kleidete ihn ganz in Pracht / und schmückte ihn mit herrlichen Gewändern: / mit Beinkleidern, Leibrock und Obergewand.

9. Dessen Saum verzierte er mit Glöckchen im Kreis / und mit klingenden Granatäpfeln ringsum. Sie sollten bei seinen Schritten lieblichen Klang geben, / damit er im Heiligtum zu hören war und sein Volk aufmerksam wurde.

10. Auch schmückte er ihn mit den heiligen Gewändern aus Gold, / aus violettem und rotem Purpur - einer Kunstweberarbeit -, / mit der Lostasche für den Schiedsspruch, dem Efod,

11. und dem Gürtel aus Karmesin - einer Weberarbeit -, / mit den Edelsteinen, gestochen wie Siegel / und eingefasst - einer Steinschneiderarbeit -; auf ihnen standen in eingeschnittener Schrift / die Namen der Stämme Israels, / um sie (bei Gott) in Erinnerung zu bringen;

12. sodann der Goldreif auf dem Kopfbund, / die Rosette mit der eingravierten Inschrift: Heilig! Eine herrliche Pracht, eine gewaltige Auszeichnung, / eine Augenweide, eine vollendete Schönheit.

13. Vorher hat es nichts Ähnliches gegeben / und niemals darf es ein Unbefugter tragen. Nur seinen Söhnen hat er dies anvertraut / und so halten es seine Söhne für alle Zeiten.

14. Sein Speiseopfer wird ganz verbrannt, / zweimal täglich, als regelmäßiges Opfer.

15. Mose hat ihn in sein Amt eingesetzt / und ihn mit heiligem Öl gesalbt. So wurde ihm ein ewiger Bund gewährt und auch seinen Nachkommen, / solange der Himmel steht: den Dienst zu tun, für Gott Priester zu sein / und sein Volk in seinem Namen zu segnen.

16. Er hat ihn erwählt aus allen Lebenden, / damit er Brandopfer und Fettstücke darbringe, den beruhigenden Duft des Gedenkopfers aufsteigen lasse / und für die Söhne Israels Sühne erwirke.

17. Er gab ihm seine Gebote / und Vollmacht über Gesetz und Recht. So unterwies Aaron sein Volk im Gesetz / und Israels Söhne im Recht.

18. Als sich Unbefugte gegen ihn empörten / und in der Wüste auf ihn eifersüchtig wurden,die Leute um Datan und Abiram / sowie Korach und sein Anhang, in heftiger Wut,

19. da sah es der Herr und wurde zornig, / er vernichtete sie in seinem glühenden Zorn. Er bewirkte ein Wunder gegen sie / und vertilgte sie in den Flammen seines Feuers.

20. Das Ansehen Aarons vermehrte er noch / und gab ihm sein Erbteil: Die heiligen Erstlinge gab er ihm zur Nahrung, / Die Schaubrote wurden sein Anteil /

21. die Gaben für den Herrn sollten sie essen. und die Abgaben sollten ihm und seinen Nachkommen zufallen.

22. Vom Landbesitz des Volkes aber sollte er nichts erben, / in ihrer Mitte kein Erbteil erhalten;denn der Herr ist sein Anteil / und sein Erbe inmitten der Söhne Israels.

23. Ferner Pinhas, der Sohn Eleasars: / Er bekam als Dritter das hohe Amt, / weil er sich einsetzte für den Gott des Alls / und für sein Volk in die Bresche trat, / als er dem Antrieb seines Herzens folgte / und für die Söhne Israels Sühne erwirkte.

24. Darum hat der Herr auch für ihn eine Bestimmung getroffen, / einen Heilsbund gestiftet: / Er sollte das Heiligtum versorgen. So sollte ihm und seinen Söhnen / das Hohepriesteramt gehören für ewige Zeiten.

25. Sein Bund mit David, dem Sohn Isais aus dem Stamm Juda, / bestand in der Erbnachfolge eines Herrschers von Gottes Gnaden; / ebenso gehört die Erbnachfolge Aarons Pinhas und seinen Söhnen. Nun lobt den gütigen Herrn, / der euch mit Ehre gekrönt hat.

26. Er gebe euch Weisheit ins Herz, / sein Volk in Gerechtigkeit zu lenken, damit euer Glück nie endet / noch euer hohes Amt bis in fernste Zeiten.

Kapitel 46

1. Ein tapferer Kriegsheld war Josua, der Sohn Nuns, / der Mose im Amt des Propheten zur Seite stand. Er war dazu geschaffen, seinem Namen entsprechend, / für die Erwählten Gottes eine große Hilfe zu sein, an den Feinden Rache zu nehmen / und Israel in sein Erbland zu führen.

2. Wie herrlich war er, wenn er die Hand erhob / und das Sichelschwert schwang gegen eine Stadt.

3. Wer konnte ihm standhalten, / wenn er die Kriege des Herrn führte?

4. Blieb nicht auf seinen Befehl die Sonne stehen, / wurde nicht ein Tag doppelt so lang?

5. Er rief zu Gott, dem Höchsten, / als er in Not war, umringt von seinen Feinden; der höchste Gott erhörte ihn / und ließ Hagelsteine und Eis regnen.

6. Er schleuderte sie auf das feindliche Volk, / am Abhang vernichtete er die Gegner. So sollten alle dem Untergang geweihten Völker erkennen, / wie genau der Herr ihre Kämpfe beobachtet. Auch war er dem Herrn in allem ergeben /

7. und bewies Treue in den Tagen des Mose. Josua und Kaleb, der Sohn Jefunnes, / sie blieben standhaft beim Aufruhr des Volkes, wandten das Zorngericht von der Gemeinde ab / und machten dem üblen Gerede ein Ende.

8. Darum wurden sie beide auch verschont, / als Einzige von den sechshunderttausend Männern des Fußvolks, und in ihr Erbland geführt, / in das Land, wo Milch und Honig fließen.

9. Gott gab dem Kaleb Kraft, / die ihm bis ins Greisenalter erhalten blieb, damit er die Höhen des Landes besetzen konnte; / auch seine Nachkommen behielten das Erbe.

10. Dadurch sollten alle Söhne Jakobs erkennen, / wie gut es ist, dem Herrn in allem ergeben zu sein.

11. Dann die Richter, jeder mit seinem Namen: / alle, die sich nicht beirren ließen und nicht abtrünnig wurden von Gott. / Ihr Andenken sei zum Segen.

12. Ihre Gebeine mögen von ihrer Stätte emporsprossen / und ihren Ruhm erneuern an den Söhnen.

13. Geschätzt von seinem Volk, geliebt von seinem Schöpfer, / mit Sehnsucht erwartet von Geburt an, / dem Herrn geweiht im Prophetenamt: / Samuel, der Richter und Priester. Auf Gottes Wort hin führte er das Königtum ein / und salbte Fürsten für das Volk.

14. Im Auftrag des Herrn berief er die Versammlung ein / und wachte über die Zelte Jakobs.

15. Als Seher wurde er befragt wegen seiner Zuverlässigkeit / und war in seinem Wort ein verlässlicher Prophet. /

16. Auch er rief zu Gott, / als er das Milchlamm opferte; /

17. da donnerte der Herr vom Himmel her, / unter gewaltigem Dröhnen ließ er seine Stimme hören.

18. Er demütigte die feindlichen Heerführer / und vernichtete alle Fürsten der Philister.

19. Als Samuel sich dann zur Ruhe legte, / rief er den Herrn und seinen Gesalbten als Zeugen an: / Von wem nahm ich Geschenke an, / und seien es nur Sandalen? / Aber niemand brachte etwas gegen ihn vor. / [Bis zu seinem Ende zeigte sich seine Weisheit vor Gott und allen Menschen.]

20. Er wurde sogar befragt, nachdem er schon gestorben war, / und kündigte dem König sein Schicksal an. Aus der Erde erhob er seine Stimme und weissagte, / um den Frevel des Volkes zu beenden.

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10. Zeigst du dich lässig am Tag der Bedrängnis, / so wird auch deine Kraft bedrängt.

11. Befrei jene, die man zum Tod schleppt; / die zur Hinrichtung wanken, rette sie doch!

12. Wolltest du sagen: Gott weiß von uns nichts; - / hat er, der die Herzen prüft, keine Kenntnis? / Hat er, der über dich wacht, kein Wissen? Ja, er vergilt jedem Menschen, / wie sein Tun es verdient.

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"Combata vigorosamente, se está interessado em obter o prêmio destinado às almas fortes." São Padre Pio de Pietrelcina