Mosaico decorativo

Bibel in einem Jahr.

Am 161. Tag werden wir durch den Höhepunkt von Jesu irdischem Leben geführt. Markus 15-16 erzählt von seinem Leiden, seiner Kreuzigung und seiner glorreichen Auferstehung und offenbart sein erlösendes Opfer und seinen Sieg über den Tod. Psalm 22 spiegelt die Angst und das Vertrauen in Gott wider und verbindet die Erfahrung des Leidens mit unerschütterlichem Glauben an den göttlichen Plan. Dieser Tag lädt uns ein, über die Liebe Christi nachzudenken und unsere Hoffnung auf Erlösung zu erneuern.

Kapitel 15

1. Gleich in der Frühe fassten die Hohenpriester, die Ältesten und die Schriftgelehrten, also der ganze Hohe Rat, über Jesus einen Beschluss: Sie ließen ihn fesseln und abführen und lieferten ihn Pilatus aus.

2. Pilatus fragte ihn: Bist du der König der Juden? Er antwortete ihm: Du sagst es.

3. Die Hohenpriester brachten viele Anklagen gegen ihn vor.

4. Da wandte sich Pilatus wieder an ihn und fragte: Willst du denn nichts dazu sagen? Sieh doch, wie viele Anklagen sie gegen dich vorbringen.

5. Jesus aber gab keine Antwort mehr, sodass Pilatus sich wunderte.

6. Jeweils zum Fest ließ Pilatus einen Gefangenen frei, den sie sich ausbitten durften.

7. Damals saß gerade ein Mann namens Barabbas im Gefängnis, zusammen mit anderen Aufrührern, die bei einem Aufstand einen Mord begangen hatten.

8. Die Volksmenge zog (zu Pilatus) hinauf und bat, ihnen die gleiche Gunst zu gewähren wie sonst.

9. Pilatus fragte sie: Wollt ihr, dass ich den König der Juden freilasse?

10. Er merkte nämlich, dass die Hohenpriester nur aus Neid Jesus an ihn ausgeliefert hatten.

11. Die Hohenpriester aber wiegelten die Menge auf, lieber die Freilassung des Barabbas zu fordern.

12. Pilatus wandte sich von neuem an sie und fragte: Was soll ich dann mit dem tun, den ihr den König der Juden nennt?

13. Da schrien sie: Kreuzige ihn!

14. Pilatus entgegnete: Was hat er denn für ein Verbrechen begangen? Sie schrien noch lauter: Kreuzige ihn!

15. Darauf ließ Pilatus, um die Menge zufrieden zu stellen, Barabbas frei und gab den Befehl, Jesus zu geißeln und zu kreuzigen.

16. Die Soldaten führten ihn in den Palast hinein, das heißt in das Prätorium, und riefen die ganze Kohorte zusammen.

17. Dann legten sie ihm einen Purpurmantel um und flochten einen Dornenkranz; den setzten sie ihm auf

18. und grüßten ihn: Heil dir, König der Juden!

19. Sie schlugen ihm mit einem Stock auf den Kopf und spuckten ihn an, knieten vor ihm nieder und huldigten ihm.

20. aNachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Purpurmantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an. Dann führten sie Jesus hinaus, um ihn zu kreuzigen.

21. Einen Mann, der gerade vom Feld kam, Simon von Zyrene, den Vater des Alexander und des Rufus, zwangen sie, sein Kreuz zu tragen.

22. Und sie brachten Jesus an einen Ort namens Golgota, das heißt übersetzt: Schädelhöhe.

23. Dort reichten sie ihm Wein, der mit Myrrhe gewürzt war; er aber nahm ihn nicht.

24. Dann kreuzigten sie ihn. Sie warfen das Los und verteilten seine Kleider unter sich und gaben jedem, was ihm zufiel.

25. Es war die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.

26. Und eine Aufschrift (auf einer Tafel) gab seine Schuld an: Der König der Juden.

27. Zusammen mit ihm kreuzigten sie zwei Räuber, den einen rechts von ihm, den andern links.

28. []

29. Die Leute, die vorbeikamen, verhöhnten ihn, schüttelten den Kopf und riefen: Ach, du willst den Tempel niederreißen und in drei Tagen wieder aufbauen?

30. Hilf dir doch selbst und steig herab vom Kreuz!

31. Auch die Hohenpriester und die Schriftgelehrten verhöhnten ihn und sagten zueinander: Anderen hat er geholfen, sich selbst kann er nicht helfen.

32. Der Messias, der König von Israel! Er soll doch jetzt vom Kreuz herabsteigen, damit wir sehen und glauben. Auch die beiden Männer, die mit ihm zusammen gekreuzigt wurden, beschimpften ihn.

33. Als die sechste Stunde kam, brach über das ganze Land eine Finsternis herein. Sie dauerte bis zur neunten Stunde.

34. Und in der neunten Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eloï, Eloï, lema sabachtani?, das heißt übersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

35. Einige von denen, die dabeistanden und es hörten, sagten: Hört, er ruft nach Elija!

36. Einer lief hin, tauchte einen Schwamm in Essig, steckte ihn auf einen Stock und gab Jesus zu trinken. Dabei sagte er: Lasst uns doch sehen, ob Elija kommt und ihn herabnimmt.

37. Jesus aber schrie laut auf. Dann hauchte er den Geist aus.

38. Da riss der Vorhang im Tempel von oben bis unten entzwei.

39. Als der Hauptmann, der Jesus gegenüberstand, ihn auf diese Weise sterben sah, sagte er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn.

40. Auch einige Frauen sahen von weitem zu, darunter Maria aus Magdala, Maria, die Mutter von Jakobus dem Kleinen und Joses, sowie Salome;

41. sie waren Jesus schon in Galiläa nachgefolgt und hatten ihm gedient. Noch viele andere Frauen waren dabei, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgezogen waren.

42. Da es Rüsttag war, der Tag vor dem Sabbat, und es schon Abend wurde,

43. ging Josef von Arimathäa, ein vornehmer Ratsherr, der auch auf das Reich Gottes wartete, zu Pilatus und wagte es, um den Leichnam Jesu zu bitten.

44. Pilatus war überrascht, als er hörte, dass Jesus schon tot sei. Er ließ den Hauptmann kommen und fragte ihn, ob Jesus bereits gestorben sei.

45. Als der Hauptmann ihm das bestätigte, überließ er Josef den Leichnam.

46. Josef kaufte ein Leinentuch, nahm Jesus vom Kreuz, wickelte ihn in das Tuch und legte ihn in ein Grab, das in einen Felsen gehauen war. Dann wälzte er einen Stein vor den Eingang des Grabes.

47. Maria aus Magdala aber und Maria, die Mutter des Joses, beobachteten, wohin der Leichnam gelegt wurde.

Kapitel 16

1. Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.

2. Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.

3. Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?

4. Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.

5. Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr.

6. Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.

7. Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.

8. Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.

9. Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.

10. Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten.

11. Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.

12. Darauf erschien er in einer anderen Gestalt zweien von ihnen, als sie unterwegs waren und aufs Land gehen wollten.

13. Auch sie gingen und berichteten es den anderen und auch ihnen glaubte man nicht.

14. Später erschien Jesus auch den Elf, als sie bei Tisch waren; er tadelte ihren Unglauben und ihre Verstocktheit, weil sie denen nicht glaubten, die ihn nach seiner Auferstehung gesehen hatten.

15. Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen!

16. Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

17. Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden;

18. wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.

19. Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.

20. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er geschehen ließ.]

Kompletter Leseplan

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1. [Für den Chormeister. Nach der Weise «Hinde der Morgenröte». Ein Psalm Davids.]

2. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, / bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?

3. Mein Gott, ich rufe bei Tag, doch du gibst keine Antwort; / ich rufe bei Nacht und finde doch keine Ruhe.

4. Aber du bist heilig, / du thronst über dem Lobpreis Israels.

5. Dir haben unsre Väter vertraut, / sie haben vertraut und du hast sie gerettet.

6. Zu dir riefen sie und wurden befreit, / dir vertrauten sie und wurden nicht zuschanden.

7. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, / der Leute Spott, vom Volk verachtet.

8. Alle, die mich sehen, verlachen mich, / verziehen die Lippen, schütteln den Kopf:

9. «Er wälze die Last auf den Herrn, / der soll ihn befreien! Der reiße ihn heraus, / wenn er an ihm Gefallen hat.»

10. Du bist es, der mich aus dem Schoß meiner Mutter zog, / mich barg an der Brust der Mutter.

11. Von Geburt an bin ich geworfen auf dich, / vom Mutterleib an bist du mein Gott.

12. Sei mir nicht fern, denn die Not ist nahe / und niemand ist da, der hilft.

13. Viele Stiere umgeben mich, / Büffel von Baschan umringen mich.

14. Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, / reißende, brüllende Löwen.

15. Ich bin hingeschüttet wie Wasser, / gelöst haben sich all meine Glieder. / Mein Herz ist in meinem Leib wie Wachs zerflossen.

16. Meine Kehle ist trocken wie eine Scherbe, / die Zunge klebt mir am Gaumen, / du legst mich in den Staub des Todes.

17. Viele Hunde umlagern mich, / eine Rotte von Bösen umkreist mich. / Sie durchbohren mir Hände und Füße.

18. Man kann all meine Knochen zählen; / sie gaffen und weiden sich an mir.

19. Sie verteilen unter sich meine Kleider / und werfen das Los um mein Gewand.

20. Du aber, Herr, halte dich nicht fern! / Du, meine Stärke, eil mir zu Hilfe!

21. Entreiße mein Leben dem Schwert, / mein einziges Gut aus der Gewalt der Hunde!

22. Rette mich vor dem Rachen des Löwen, / vor den Hörnern der Büffel rette mich Armen!

23. Ich will deinen Namen meinen Brüdern verkünden, / inmitten der Gemeinde dich preisen.

24. Die ihr den Herrn fürchtet, preist ihn, / ihr alle vom Stamm Jakobs, rühmt ihn; / erschauert alle vor ihm, ihr Nachkommen Israels!

25. Denn er hat nicht verachtet, / nicht verabscheut das Elend des Armen. Er verbirgt sein Gesicht nicht vor ihm; / er hat auf sein Schreien gehört.

26. Deine Treue preise ich in großer Gemeinde; / ich erfülle meine Gelübde vor denen, die Gott fürchten.

27. Die Armen sollen essen und sich sättigen; / den Herrn sollen preisen, die ihn suchen. / Aufleben soll euer Herz für immer.

28. Alle Enden der Erde sollen daran denken / und werden umkehren zum Herrn: / Vor ihm werfen sich alle Stämme der Völker nieder.

29. Denn der Herr regiert als König; / er herrscht über die Völker.

30. Vor ihm allein sollen niederfallen die Mächtigen der Erde, / vor ihm sich alle niederwerfen, die in der Erde ruhen. [Meine Seele, sie lebt für ihn; /

31. mein Stamm wird ihm dienen.] Vom Herrn wird man dem künftigen Geschlecht erzählen, /

32. seine Heilstat verkündet man dem kommenden Volk; / denn er hat das Werk getan.

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"O demônio é forte com quem o teme, mas é fraquíssimo com quem o despreza." São Padre Pio de Pietrelcina