Kompletter Leseplan
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Am zwölften Tag erleben wir die göttliche Vorsehung in Aktion. Genesis 24 erzählt die wunderbare Geschichte, wie Gott Abrahams Diener zu Rebekka, Isaaks auserwählter Frau, führte, Treue bewies und Gebete erhörte. Hiob 13-14 offenbart Hiobs gequältes Herz, das selbst in seiner Verzweiflung nach einem Vermittler zwischen ihm und Gott schreit und damit die Notwendigkeit eines Erlösers erahnen lässt. Sprüche 2,16-19 warnt eindringlich vor den Gefahren von Unmoral und ehebrecherischen Frauen und zeigt, wie Weisheit uns von zerstörerischen Pfaden errettet.
1. Abraham war alt und hochbetagt; der Herr hatte ihn mit allem gesegnet.
2. Eines Tages sagte er zum Großknecht seines Hauses, der seinen ganzen Besitz verwaltete: Leg deine Hand unter meine Hüfte!
3. Ich will dir einen Eid beim Herrn, dem Gott des Himmels und der Erde, abnehmen, dass du meinem Sohn keine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nimmst, unter denen ich wohne.
4. Du sollst vielmehr in meine Heimat zu meiner Verwandtschaft reisen und eine Frau für meinen Sohn Isaak holen.
5. Der Knecht entgegnete ihm: Vielleicht will aber die Frau mir gar nicht hierher in dieses Land folgen. Soll ich dann deinen Sohn in das Land zurückbringen, aus dem du ausgewandert bist?
6. Hüte dich, antwortete ihm Abraham, meinen Sohn dorthin zurückzubringen!
7. Der Herr, der Gott des Himmels, der mich weggeholt hat aus dem Haus meines Vaters und aus meinem Heimatland, der zu mir gesagt und mir geschworen hat: Deinen Nachkommen gebe ich dieses Land!, er wird seinen Engel vor dir hersenden und so wirst du von dort eine Frau für meinen Sohn mitbringen.
8. Wenn dir aber die Frau nicht folgen will, dann bist du von dem Eid, den du mir geleistet hast, entbunden. Meinen Sohn darfst du auf keinen Fall dorthin zurückbringen.
9. Da legte der Knecht seine Hand unter die Hüfte seines Herrn Abraham und leistete ihm in dieser Sache den Eid.
10. Der Knecht nahm zehn von den Kamelen seines Herrn und machte sich mit allerlei kostbaren Sachen aus dem Besitz seines Herrn auf die Reise. Er brach auf und zog nach Mesopotamien in die Stadt Nahors.
11. Vor der Stadt ließ er die Kamele am Brunnen lagern. Es war gegen Abend, um die Zeit, da die Frauen herauskommen, um Wasser zu schöpfen.
12. Er sagte: Herr, Gott meines Herrn Abraham, lass mich heute Glück haben und zeig meinem Herrn Abraham deine Huld!
13. Da stehe ich an der Quelle und die Töchter der Stadtbewohner werden herauskommen, um Wasser zu schöpfen.
14. Das Mädchen, zu dem ich dann sage: Reich mir doch deinen Krug zum Trinken!, und das antwortet: Trink nur, auch deine Kamele will ich tränken!, sie soll es sein, die du für deinen Knecht Isaak bestimmt hast. Daran will ich erkennen, dass du meinem Herrn Huld erweist.
15. Kaum hatte er aufgehört zu sprechen, da kam auch schon aus der Stadt Rebekka mit dem Krug auf der Schulter. Sie war dem Betuël geboren worden, dem Sohn der Milka, die die Frau Nahors, des Bruders Abrahams, war.
16. Das Mädchen war sehr schön und sie war ledig; noch kein Mann hatte sie erkannt. Sie stieg zur Quelle hinab, füllte ihren Krug und kam wieder herauf.
17. Da ging der Knecht schnell auf sie zu und sagte: Lass mich ein wenig Wasser aus deinem Krug trinken!
18. Trink nur, mein Herr!, antwortete sie, ließ geschwind den Krug auf ihre Hand herab und gab ihm zu trinken.
19. Nachdem sie ihm zu trinken gegeben hatte, sagte sie: Auch für deine Kamele will ich schöpfen, bis sie sich satt getrunken haben.
20. Flink leerte sie ihren Krug an der Tränke und lief noch einmal an den Brunnen zum Schöpfen. So schöpfte sie für alle Kamele.
21. Der Knecht Abrahams schaute ihr schweigend zu; er wollte sehen, ob der Herr seine Reise gelingen ließe oder nicht.
22. Als die Kamele mit dem Trinken fertig waren, nahm der Mann einen goldenen Nasenreif, einen halben Schekel schwer, und zwei goldene Spangen für ihre Arme, zehn Goldschekel schwer,
23. und fragte: Wessen Tochter bist du? Sag mir doch, ob im Haus deines Vaters für uns Platz zum Übernachten ist!
24. Sie antwortete ihm: Ich bin die Tochter Betuëls, des Sohnes der Milka und des Nahor.
25. Weiter sagte sie zu ihm: Stroh und Futter haben wir reichlich, auch Platz zum Übernachten.
26. Da verneigte sich der Mann, warf sich vor dem Herrn nieder
27. und sagte: Gepriesen sei der Herr, der Gott meines Herrn Abraham, der es meinem Herrn nicht an Huld und Treue fehlen ließ. Der Herr hat mich geradewegs zum Haus des Bruders meines Herrn geführt.
28. Das Mädchen lief weg und erzählte im Haus seiner Mutter alles, was vorgefallen war.
29. Rebekka hatte einen Bruder namens Laban. Laban eilte zu dem Mann hinaus an die Quelle.
30. Er hatte den Nasenreif und an den Händen seiner Schwester die Spangen gesehen und hatte gehört, wie seine Schwester Rebekka berichtete: So und so hat der Mann zu mir gesagt. Er kam zu dem Mann, der bei den Kamelen an der Quelle stand.
31. Laban sagte: Komm, du Gesegneter des Herrn! Warum stehst du hier draußen? Ich habe das Haus aufgeräumt und für die Kamele Platz gemacht.
32. Da ging der Mann mit ins Haus. Man schirrte die Kamele ab und gab ihnen Stroh und Futter. Für ihn und die Männer in seiner Begleitung brachte man Wasser zum Füßewaschen.
33. Als man ihm zu essen vorsetzte, sagte der Knecht Abrahams: Ich esse nicht, bevor ich nicht mein Anliegen vorgebracht habe. Sie antworteten: Rede!
34. Da berichtete er: Ein Knecht Abrahams bin ich.
35. Der Herr hat meinen Herrn reichlich gesegnet, sodass er zu großem Vermögen gekommen ist. Er hat ihm Schafe und Rinder, Silber und Gold, Knechte und Mägde, Kamele und Esel gegeben.
36. Sara, die Frau meines Herrn, hat meinem Herrn noch in ihrem Alter einen Sohn geboren. Ihm vermacht er alles, was ihm gehört.
37. Mein Herr hat mir den Eid abgenommen: Du darfst für meinen Sohn keine Frau von den Töchtern der Kanaaniter nehmen, in deren Land ich wohne.
38. Reise vielmehr zum Haus meines Vaters und zu meiner Verwandtschaft und hol eine Frau für meinen Sohn!
39. Ich entgegnete meinem Herrn: Vielleicht will aber die Frau nicht mitkommen.
40. Darauf antwortete er mir: Der Herr, vor dem ich meinen Weg gegangen bin, wird dir seinen Engel mitschicken und deine Reise gelingen lassen. Du wirst schon eine Frau für meinen Sohn mitbringen aus meiner Verwandtschaft, aus dem Haus meines Vaters.
41. Von dem Eid, den du mir geleistet hast, sollst du dann entbunden sein, wenn du zu meinen Verwandten kommst und sie dir keine Frau geben. In diesem Fall bist du von dem Eid, den du mir geleistet hast, entbunden.
42. So kam ich heute an die Quelle und sagte: Herr, Gott meines Herrn Abraham, lass doch die Reise gelingen, auf der ich mich befinde.
43. Da stehe ich nun an der Quelle. Kommt ein Mädchen aus der Stadt heraus, um Wasser zu schöpfen, dann will ich sagen: Gib mir doch aus deinem Krug ein wenig Wasser zu trinken!
44. Sagt sie zu mir: Trink nur! Auch für deine Kamele will ich schöpfen!, so soll es die Frau sein, die der Herr für den Sohn meines Herrn bestimmt hat.
45. Kaum hatte ich so zu mir gesagt, kam auch schon Rebekka mit dem Krug auf der Schulter heraus, stieg zur Quelle hinunter und schöpfte. Ich redete sie an: Gib mir doch zu trinken!
46. Da setzte sie geschwind ihren Krug ab und sagte: Trink nur! Auch deine Kamele will ich tränken. Ich trank und sie gab auch den Kamelen zu trinken.
47. Als ich sie fragte: Wessen Tochter bist du?, antwortete sie: Die Tochter Betuëls, des Sohnes Nahors, den ihm Milka gebar. Da legte ich ihr den Reif an die Nase und die Spangen um die Arme.
48. Ich verneigte mich, warf mich vor dem Herrn nieder und pries den Herrn, den Gott meines Herrn Abraham, der mich geradewegs hierher geführt hat, um die Tochter des Bruders meines Herrn für dessen Sohn zu holen.
49. Jetzt aber sagt mir, ob ihr geneigt seid, meinem Herrn Wohlwollen und Vertrauen zu schenken. Wenn nicht, so gebt mir ebenfalls Bescheid, damit ich mich dann anderswohin wende.
50. Daraufhin antworteten Laban und Betuël: Die Sache ist vom Herrn ausgegangen. Wir können dir weder Ja noch Nein sagen.
51. Da, Rebekka steht vor dir. Nimm sie und geh! Sie soll die Frau des Sohnes deines Herrn werden, wie der Herr es gefügt hat.
52. Als der Knecht Abrahams ihre Antwort hörte, warf er sich vor dem Herrn zur Erde nieder.
53. Dann holte der Knecht silbernen und goldenen Schmuck und Kleider hervor und schenkte sie Rebekka. Auch ihrem Bruder und ihrer Mutter überreichte er kostbare Geschenke.
54. Er und die Männer seiner Begleitung aßen und tranken und gingen dann schlafen. Als sie am Morgen aufstanden, sagte der Knecht: Entlasst mich jetzt zu meinem Herrn!
55. Der Bruder Rebekkas und ihre Mutter antworteten: Das Mädchen soll noch eine Zeit lang bei uns bleiben, etwa zehn Tage, dann mag sie sich auf die Reise begeben.
56. Haltet mich nicht auf, antwortete er ihnen, der Herr hat meine Reise gelingen lassen. Lasst mich also zu meinem Herrn zurückkehren!
57. Sie entgegneten: Wir wollen das Mädchen rufen und es selbst fragen.
58. Sie riefen Rebekka und fragten sie: Willst du mit diesem Mann reisen? Ja, antwortete sie.
59. Da ließen sie ihre Schwester Rebekka und ihre Amme mit dem Knecht Abrahams und seinen Leuten ziehen.
60. Sie segneten Rebekka und sagten zu ihr: Du, unsere Schwester, / werde Mutter von tausendmal Zehntausend! / Deine Nachkommen sollen besetzen / das Tor ihrer Feinde.
61. Rebekka brach mit ihren Mägden auf. Sie bestiegen die Kamele und folgten dem Mann. Der Knecht nahm Rebekka mit und trat die Rückreise an.
62. Isaak war in die Gegend des Brunnens von Lahai-Roï gekommen und hatte sich im Negeb niedergelassen.
63. Eines Tages ging Isaak gegen Abend hinaus, um sich auf dem Feld zu beschäftigen. Als er aufblickte, sah er: Kamele kamen daher.
64. Auch Rebekka blickte auf und sah Isaak. Sie ließ sich vom Kamel herunter
65. und fragte den Knecht: Wer ist der Mann dort, der uns auf dem Feld entgegenkommt? Der Knecht erwiderte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhüllte sich.
66. Der Knecht erzählte Isaak alles, was er ausgerichtet hatte.
67. Isaak führte Rebekka in das Zelt seiner Mutter Sara. Er nahm sie zu sich und sie wurde seine Frau. Isaak gewann sie lieb und tröstete sich so über den Verlust seiner Mutter.
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1. Seht, all das hat mein Auge gesehen, / mein Ohr gehört und wohl gemerkt.
2. Was ihr wisst, weiß ich auch; / ich falle nicht ab im Vergleich mit euch.
3. Doch ich will zum Allmächtigen reden, / mit Gott zu rechten ist mein Wunsch.
4. Ihr aber seid nur Lügentüncher, / untaugliche Ärzte alle.
5. Dass ihr endlich schweigen wolltet; / das würde Weisheit für euch sein.
6. Hört doch meinen Rechtsbeweis, / merkt auf die Streitreden meiner Lippen!
7. Wollt ihr für Gott Verkehrtes reden / und seinetwegen Lügen sprechen?
8. Wollt ihr für ihn Partei ergreifen, / für Gott den Rechtsstreit führen?
9. Ginge es gut, wenn er euch durchforschte, / könnt ihr ihn täuschen, wie man Menschen täuscht?
10. In harte Zucht wird er euch nehmen, / wenn ihr heimlich Partei ergreift.
11. Wird seine Hoheit euch nicht schrecken, / nicht Schrecken vor ihm euch überfallen?
12. Eure Merksätze sind Sprüche aus Staub, / eure Schilde Schilde aus Lehm.
13. Schweigt vor mir, damit ich reden kann. / Dann komme auf mich, was mag.
14. Meinen Leib nehme ich zwischen die Zähne, / in meine Hand leg ich mein Leben.
15. Er mag mich töten, ich harre auf ihn; / doch meine Wege verteidige ich vor ihm.
16. Schon das wird mir zum Heile dienen, / kein Ruchloser kommt ja vor sein Angesicht.
17. Hört nun genau auf meine Rede, / was ich erkläre vor euren Ohren.
18. Seht, ich bringe den Rechtsfall vor; / ich weiß, ich bin im Recht.
19. Wer ist es, der mit mir streitet? / Gut, dann will ich schweigen und verscheiden.
20. Zwei Dinge nur tu mir nicht an, / dann verberge ich mich nicht vor dir:
21. Zieh deine Hand von mir zurück; / nicht soll die Angst vor dir mich schrecken.
22. Dann rufe und ich will Rede stehen / oder ich rede und du antworte mir!
23. Wie viel habe ich an Sünden und Vergehen? / Meine Schuld und mein Vergehen sag mir an!
24. Warum verbirgst du dein Angesicht / und siehst mich an als deinen Feind?
25. Verwehtes Laub willst du noch scheuchen, / dürre Spreu noch forttreiben?
26. Denn Bitterkeit verschreibst du mir, / teilst mir die Sünden meiner Jugend zu.
27. In den Block legst du meine Füße, / du überwachst auch alle meine Pfade / und zeichnest einen Strich um meiner Füße Sohlen.
28. Er selbst zerfällt wie Verfaultes, / dem Kleide gleich, das die Motte fraß.
1. Der Mensch, vom Weib geboren, / knapp an Tagen, unruhvoll,
2. er geht wie die Blume auf und welkt, / flieht wie ein Schatten und bleibt nicht bestehen.
3. Doch über ihm hältst du dein Auge offen / und ihn bringst du ins Gericht mit dir.
4. Kann denn ein Reiner von Unreinem kommen? / Nicht ein Einziger.
5. Wenn seine Tage fest bestimmt sind / und die Zahl seiner Monde bei dir, / wenn du gesetzt hast seine Grenzen, / sodass er sie nicht überschreitet,
6. schau weg von ihm! Lass ab, / damit er seines Tags sich freue wie ein Tagelöhner.
7. Denn für den Baum besteht noch Hoffnung, / ist er gefällt, so treibt er wieder, / sein Sprössling bleibt nicht aus.
8. Wenn in der Erde seine Wurzel altert / und sein Stumpf im Boden stirbt,
9. vom Dunst des Wassers sprosst er wieder / und wie ein Setzling treibt er Zweige.
10. Doch stirbt ein Mann, so bleibt er kraftlos, / verscheidet ein Mensch, wo ist er dann?
11. Die Wasser schwinden aus dem Meer, / der Strom vertrocknet und versiegt.
12. So legt der Mensch sich hin, steht nie mehr auf; / die Himmel werden vergehen, eh er erwacht, / eh er aus seinem Schlaf geweckt wird.
13. Dass du mich in der Unterwelt verstecktest, / mich bergen wolltest, bis dein Zorn sich wendet, / ein Ziel mir setztest und dann an mich dächtest!
14. Wenn einer stirbt, lebt er dann wieder auf? / Alle Tage meines Kriegsdienstes harrte ich, / bis einer käme, um mich abzulösen.
15. Du riefest und ich gäbe Antwort, / du sehntest dich nach deiner Hände Werk.
16. Dann würdest du meine Schritte zählen, / auf meinen Fehltritt nicht mehr achten.
17. Versiegelt im Beutel wäre mein Vergehen, / du würdest meinen Frevel übertünchen.
18. Jedoch der Berg, der fällt, zergeht, / von seiner Stätte rückt der Fels.
19. Das Wasser zerreibt Steine, / Platzregen spült das Erdreich fort; / so machst du das Hoffen des Menschen zunichte.
20. Du bezwingst ihn für immer, so geht er dahin, / du entstellst sein Gesicht und schickst ihn fort.
21. Sind seine Kinder in Ehren, er weiß es nicht; / sind sie verachtet, er merkt es nicht.
22. Sein Leib fühlt nur die eigenen Schmerzen, / seine Seele trauert nur um sich selbst.
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16. Sie bewahrt dich vor der Frau des andern, / vor der Fremden, die verführerisch redet,
17. die den Gefährten ihrer Jugend verlässt / und den Bund ihres Gottes vergisst;
18. ihr Haus sinkt hinunter zur Totenwelt, / ihre Straße führt zu den Totengeistern hinab.
19. Wer zu ihr geht, kehrt nie zurück, / findet nie wieder die Pfade des Lebens.
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"A sua casa deve ser uma escada para o Céu". São Padre Pio de Pietrelcina