Mosaico decorativo

Bibel in einem Jahr.

Am 207. Tag verkündet Jesaja 34–36 das Urteil über die Nationen und Gottes Treue zu seinem Volk. Baruch 3–4 unterstreicht die Bedeutung von Gesetzesgehorsam und Vertrauen in den göttlichen Schutz. Sprüche 11,21–24 lehrt über Gerechtigkeit, Großzügigkeit und die Konsequenzen unserer Entscheidungen und vermittelt dem Leser Weisheit und Urteilsvermögen.

Kapitel 34

1. Kommt her, ihr Völker, und hört, / horcht auf, ihr Nationen! Die Erde und alles, was sie erfüllt, / die Welt und alles, was auf ihr sprosst, sollen es hören,

2. dass der Herr über alle Völker erzürnt ist, / dass er zornig ist auf all ihre Heere. Er hat sie dem Untergang geweiht / und zum Schlachtopfer bestimmt.

3. Die Erschlagenen wirft man hinaus, / der Gestank ihrer Leichen steigt auf,die Berge triefen von ihrem Blut, /

4. alle Hügel zerfließen. Wie eine Buchrolle rollt sich der Himmel zusammen, / sein ganzes Heer welkt dahin, wie Laub am Weinstock verwelkt, / wie Früchte am Feigenbaum schrumpfen.

5. Am Himmel erscheint das Schwert des Herrn. / Seht her, es fährt auf Edom herab, / auf das Volk, das der Herr im Gericht dem Untergang weiht.

6. Das Schwert des Herrn ist voll Blut, / es trieft von Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, / vom Nierenfett der Widder; denn der Herr hält in Bozra ein Opferfest ab, / ein großes Schlachtfest in Edom.

7. Da fallen die Büffel und Kälber, / die Stiere und Ochsen. Ihr Land wird betrunken vom Blut, / ihr Erdreich ist getränkt von Fett.

8. Denn der Herr hat einen Tag der Rache bestimmt, / ein Jahr der Vergeltung für den Streit um Zion.

9. In Edoms Bächen wird das Wasser zu Pech, / sein Boden verwandelt sich in Schwefel, / sein Land wird zu brennendem Pech.

10. Es erlischt nicht bei Tag und bei Nacht, / der Rauch steigt unaufhörlich empor. Das Land ist für Generationen verödet, / nie mehr zieht jemand hindurch.

11. Dohlen und Eulen nehmen es in Besitz, / Käuze und Raben hausen darin. Der Herr spannt die Messschnur «Öde» darüber, / er legt das Senkblei «Leere» an.

12. Die Bocksgeister werden dort ihr Unwesen treiben. / Die Edlen Edoms leben nicht mehr.Man ruft dort keinen König mehr aus, / mit all seinen Fürsten hat es ein Ende.

13. An seinen Palästen ranken sich Dornen empor / in den Burgen wachsen Nesseln und Disteln. Das Land wird zu einem Ort für Schakale, / zu einem Platz für die Strauße.

14. Wüstenhunde und Hyänen treffen sich hier, / die Bocksgeister begegnen einander. Auch Lilit (das Nachtgespenst) ruht sich dort aus / und findet für sich eine Bleibe.

15. Der Kauz hat hier sein sicheres Nest, / er legt seine Eier und brütet sie aus. Auch die Geier sammeln sich hier, / einer neben dem andern.

16. Forscht nach im Buch des Herrn, / dort werdet ihr lesen: Keines dieser Tiere ist ausgeblieben, / keines braucht seinen Gefährten zu suchen; denn der Mund des Herrn hat es befohlen, / sein Geist hat sie zusammengeführt.

17. Er selbst hat für sie das Los geworfen, / er hat mit eigener Hand das Land vermessen und ihnen zugeteilt: Für immer sollen sie es besitzen, / von Generation zu Generation darin wohnen.

Kapitel 35

1. Die Wüste und das trockene Land sollen sich freuen, / die Steppe soll jubeln und blühen.

2. Sie soll prächtig blühen wie eine Lilie, / jubeln soll sie, jubeln und jauchzen. Die Herrlichkeit des Libanon wird ihr geschenkt, / die Pracht des Karmel und der Ebene Scharon. Man wird die Herrlichkeit des Herrn sehen, / die Pracht unseres Gottes.

3. Macht die erschlafften Hände wieder stark / und die wankenden Knie wieder fest!

4. Sagt den Verzagten: / Habt Mut, fürchtet euch nicht! Seht, hier ist euer Gott! / Die Rache Gottes wird kommen und seine Vergeltung; / er selbst wird kommen und euch erretten.

5. Dann werden die Augen der Blinden geöffnet, / auch die Ohren der Tauben sind wieder offen.

6. Dann springt der Lahme wie ein Hirsch, / die Zunge des Stummen jauchzt auf. In der Wüste brechen Quellen hervor / und Bäche fließen in der Steppe.

7. Der glühende Sand wird zum Teich / und das durstige Land zu sprudelnden Quellen. An dem Ort, wo jetzt die Schakale sich lagern, / gibt es dann Gras, Schilfrohr und Binsen.

8. Eine Straße wird es dort geben; / man nennt sie den Heiligen Weg. Kein Unreiner darf ihn betreten. / Er gehört dem, der auf ihm geht. / Unerfahrene gehen nicht mehr in die Irre.

9. Es wird keinen Löwen dort geben, / kein Raubtier betritt diesen Weg, keines von ihnen ist hier zu finden. / Dort gehen nur die Erlösten.

10. Die vom Herrn Befreiten kehren zurück / und kommen voll Jubel nach Zion. Ewige Freude ruht auf ihren Häuptern. / Wonne und Freude stellen sich ein, / Kummer und Seufzen entfliehen.

Kapitel 36

1. Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskija zog Sanherib, der König von Assur, gegen alle befestigten Städte Judas und nahm sie ein.

2. Der König von Assur sandte den Rabschake mit einer großen Streitmacht von Lachisch aus nach Jerusalem gegen König Hiskija. Er stellte sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, der an der Walkerfeldstraße liegt.

3. Der Palastvorsteher Eljakim, der Sohn Hilkijas, der Staatsschreiber Schebna und der Sprecher des Königs Joach, der Sohn Asafs, gingen zu ihm hinaus.

4. Da sagte der Rabschake zu ihnen: Sagt zu Hiskija: So spricht der Großkönig, der König von Assur: Worauf vertraust du denn, dass du dich so sicher fühlst?

5. Du glaubst wohl, bloßes Gerede sei im Krieg schon Rat und Stärke? Auf wen vertraust du also, dass du von mir abgefallen bist?

6. Du vertraust gewiss auf Ägypten, dieses geknickte Schilfrohr, das jeden, der sich darauf stützt, in die Hand sticht und sie durchbohrt. Denn so macht es der Pharao, der König von Ägypten, mit allen, die ihm vertrauen.

7. Wenn ihr aber zu mir sagt: Wir vertrauen auf Jahwe, unseren Gott, dann bedenkt: Ist nicht gerade er der Gott, dessen Kulthöhen und Altäre Hiskija beseitigt hat? Hat nicht Hiskija in Juda und Jerusalem angeordnet: Nur vor diesem Altar in Jerusalem dürft ihr euch niederwerfen?

8. Geh doch mit meinem Herrn, dem König von Assur, eine Wette ein! Ich gebe dir zweitausend Pferde. Kannst du die Reiter für sie stellen?

9. Wie willst du auch nur einen einzigen Statthalter meines Herrn in die Flucht schlagen, und wäre es der unbedeutendste seiner Knechte? Du vertraust ja nur auf Ägypten, auf seine Wagen und deren Besatzung.

10. Außerdem: Bin ich denn gegen den Willen Jahwes heraufgezogen, um dieses Land zu verwüsten? Jahwe selbst hat mir befohlen: Zieh gegen dieses Land und verwüste es!

11. Da sagten Eljakim, Schebna und Joach zu dem Rabschake: Sprich doch aramäisch mit deinen Knechten! Wir verstehen es. Sprich vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer steht, nicht judäisch mit uns!

12. Der Rabschake antwortete ihnen: Hat mich mein Herr etwa beauftragt, das alles nur zu deinem Herrn und zu dir zu sagen und nicht vielmehr zu all den Männern, die auf der Mauer sitzen und ihren eigenen Kot essen und ihren Harn trinken wie ihr?

13. Dann trat der Rabschake vor und rief laut auf Judäisch: Hört die Worte des Großkönigs, des Königs von Assur!

14. So spricht der König: Lasst euch nicht von Hiskija betören; denn er kann euch nicht retten.

15. Er soll euch nicht verleiten, auf Jahwe zu vertrauen, und sagen: Jahwe wird uns sicher retten, diese Stadt wird dem König von Assur nicht in die Hände fallen.

16. Hört nicht auf Hiskija! Denn so spricht der König von Assur: Trefft mit mir ein Abkommen und ergebt euch! Dann kann jeder von euch von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und Wasser aus seiner Zisterne trinken,

17. bis ich komme und euch in ein Land bringe, das eurem Land gleicht: in ein Land voll Getreide und Most, ein Land voll Brot und Wein.

18. Lasst euch von Hiskija nicht in die Irre führen, wenn er sagt: Jahwe wird uns retten. Hat denn einer von den Göttern der anderen Völker sein Land vor dem König von Assur gerettet?

19. Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von Sefarwajim? Haben sie etwa Samaria vor mir gerettet?

20. Wer von all den Göttern der anderen Länder hat sein Land vor mir gerettet? Wie sollte denn Jahwe Jerusalem vor mir retten?

21. Die Männer aber schwiegen und gaben ihm keine Antwort; denn der König hatte befohlen: Ihr dürft ihm nicht antworten.

22. Der Palastvorsteher Eljakim, der Sohn Hilkijas, der Staatsschreiber Schebna und der Sprecher des Königs Joach, der Sohn Asafs, zerrissen ihre Kleider, gingen zu Hiskija und berichteten ihm, was der Rabschake gesagt hatte.

Kompletter Leseplan

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21. Gewiss, der Böse bleibt nicht ungestraft, / doch die Söhne der Gerechten werden gerettet.

22. Ein goldener Ring im Rüssel eines Schweins / ist ein Weib, schön, aber sittenlos.

23. Das Begehren der Gerechten führt zu vollem Glück, / die Hoffnung der Frevler endet im Zorngericht.

24. Mancher teilt aus und bekommt immer mehr, / ein anderer kargt übers Maß und wird doch ärmer.

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"Seja paciente e espere com confiança o tempo do Senhor". São Padre Pio de Pietrelcina